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Panorama Corona-Risikogruppen: Studien in Altenheimen und Kitas
Mehr Hessen Panorama Corona-Risikogruppen: Studien in Altenheimen und Kitas
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14:32 19.06.2020
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Wiesbaden

Hessen will mit Corona-Studien bei besonderen Risikogruppen mehr über die Infektionsverläufe der Krankheit und geeignete Testmethoden lernen. Sozialminister Kai Klose (Grüne) kündigte am Freitag in Wiesbaden an, dass dafür 50 Pflege- und Altenheime ausgewählt werden. Start der Studie soll im Frühherbst sein, die Dauer werde etwa acht bis zwölf Wochen dauern, erläuterte Professorin Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Es läuft bereits eine Corona-Studie in 60 hessischen Kitas, bei der Kinder und Erzieherinnen über mehrere Wochen hinweg regelmäßig auf mögliche Infektionen getestet werden.

Gerade die Bewohner der Alten- und Pflegeheime seien besonders durch einen Ausbruch des Coronavirus gefährdet, erklärte der Minister. Bekannt sei, dass das Risiko für eine Ansteckung in diesen Einrichtungen vor allem von den Personen ausgeht, die von außen in diese Strukturen neu oder wiederholt hineinkommen. Bei der Teststudie seien deswegen vor allem die Personen im Fokus, die neu in die Alten- und Pflegeheime aufgenommen werden, sowie das Personal. Das gelte sowohl für die Pflegenden als auch Beschäftigte, die dort als Reinigungskräfte oder in den Kantinen und Speisesälen arbeiten. Diese Personen sollen bei dem Pilotprojekt regelmäßig getestet werden.

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Massentests ohne Anlass seien nach ihrer Einschätzung in der Regel nur eine Momentaufnahme und würden nicht weiterhelfen, sagte die Medizinerin. Es brauche stattdessen individualisierte Strategien und ein niederschwelliges Vorgehen. Die Strategien für alle Gruppen könnten daher auch nicht gleich sein, sagte Ciesek. In einer Kita sollte anders getestet werden als in einem Altenheim.

Auftraggeber der bereits laufenden Kita-Studie "Safe-Kids-Studie" ist das Land Hessen, die Zuwendungen sind den Angaben zufolge mit mehr als 270 000 Euro veranschlagt. Die Studie vergleicht Zahlen zu positiven Tests in Kindertageseinrichtungen mit der Ausbreitung des Virus in der entsprechenden Region, um mehr über die Beteiligung kleiner Kinder an der Infektionsausbreitung zu erfahren. Pro Kita werden 25 Kinder und ihre Erzieherinnen über rund zwölf Wochen getestet.

dpa

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