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Panorama Hessen forstet Wälder auf: Freiwillige machen mit
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08:32 18.03.2022
Am Winterstein (Wetteraukreis) wird eine Waldfläche für die Neuanpflanzung junger Bäume vorbereitet.
Am Winterstein (Wetteraukreis) wird eine Waldfläche für die Neuanpflanzung junger Bäume vorbereitet. Quelle: Carolin Eckenfels/dpa
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Kassel

Die Bäumchen reichen, um etwa 1500 Hektar aufzuforsten, wie Sprecherin Michelle Sundermann erläuterte.

Damit kann allerdings nur ein kleiner Teil der in Mitleidenschaft gezogenen Areale bepflanzt werden. Seit dem ersten Dürrejahr 2018 sind im Staatswald der Forstverwaltung zufolge Schadstellen von rund 30 000 Hektar entstanden - etwa neun Prozent der Gesamtfläche. Nicht alle dieser Gebiete müssten komplett neu bepflanzt werden, und am liebsten arbeite man auch mit der natürlichen Verjüngung des Waldes, so Sundermann. "Aber insbesondere dort, wo vorher großflächig nur Fichten standen, müssen wir jetzt verschiedene Baumarten einbringen, damit sich hier nicht wieder nur die Fichte verjüngt."

Die Dürrejahre 2018 bis 2020 haben dem Wald in Hessen schwer zugesetzt. Die Trockenheit machte vor allem die Fichte anfällig für Stürme oder Schädlinge wie den Borkenkäfer. Die Folge vielerorts: abgestorbene Bäume und Kahlschlag. Seit 2018 wurden im Staatswald den Angaben nach mehr als elf Millionen junger Bäume gepflanzt. Die aktuelle Lage bezeichnete Sundermann als "besorgniserregend, aber keineswegs hoffnungslos". Der Wald werde sich regenerieren und an veränderte Klimabedingungen anpassen können, das brauche aber Zeit.

Interessierte, die sich an den Mitmach-Pflanzaktionen beteiligen wollen, können sich unter www.hessen-forst.de/pflanzaktionen anmelden.

© dpa-infocom, dpa:220318-99-569668/3

dpa