Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama "Gum-Walls" sollen Kaugummi-Müll auf Straßen eindämmen
Mehr Hessen Panorama "Gum-Walls" sollen Kaugummi-Müll auf Straßen eindämmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:41 29.10.2019
Eine junge Frau formt aus einem Kaugummi eine Blase. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
Frankfurt/Main

Mit sogenannten Gum-Walls will die Stadt Frankfurt Straßen und Gehwege in der Innenstadt vor ausgespuckten Kaugummis bewahren. "Wir wollen so auf humorvolle Art animieren, die Gummis zu entsorgen", sagte die Sprecherin der Stabstelle Sauberes Frankfurt, Dagmar Schöne, zum Start der Initiative am Dienstag. An fünf Orten können Passanten nun ihre klebrigen Reste in einen grünen Kasten kleben, in denen bunte Papiere mit auffälligen Smileys eingespannt sind. "Kaugummi bitte auf die Bilder drücken", lautet dazu eine Aufforderung. Ist die "Gummi-Wand" vollgeklebt, ersetzt der Entsorgungsbetrieb FES sie mit einer neuen.

"Viele finden das Ankleben so eklig, dass sie dadurch auch sensibilisiert werden", erklärte der Initiator der Klebe-Tafeln, Klaus Götz. Bundesweit hat er mittlerweile nach eigenen Angaben bis zu 6000 dieser Wände in Städten und Freizeitparks aufgestellt. Damit gehe an diesen Standorten die Zahl der Kaugummireste auf dem Boden um bis zu 60 Prozent zurück.

Darauf hofft nun auch die Stadt Frankfurt, denn für die Säuberung der Straßen und Bürgersteige muss der Entsorgungsbetrieb FES regelmäßig mit schwerem Gerät anrücken. Allein für die Grundreinigung der Zeil, bei der fünfmal im Jahr auch alle festgetretenen Kaugummis auf dem Pflaster mit heißem Dampf entfernt werden, gibt die Stadt pro Jahr rund 100 000 Euro aus. Hessenweit kostet die Spezial-Entfernung die Kommunen früheren Schätzungen zufolge jährlich mehrere Millionen Euro.

In Frankfurt sind nach FES-Angaben neben der Zeil auch der Hauptbahnhof, der Römerberg und der Höchster Bahnhof stark durch Kaugummis verschmutzt. "Überall dort, wo sich Menschen länger aufhalten", erklärte FES-Sprecher Michael Werner. Wer beim Wegspucken erwischt wird, muss in der Mainmetropole 55 Euro Strafe zahlen.

Im Rhein-Main-Gebiet hat der 1. FSV MAINZ 05 bereits gute Erfahrungen mit "Gum-Walls" gemacht. Im Stadion, wo fünf dieser Tafeln zusätzlich zu dem Mülleimern stehen, nehmen Fußball-Fans die "Gum-Walls" an. Auf dem Boden und an den Sitzschalen seien seit der Einführung im August dieses Jahres merklich weniger Kaugummis zu finden, teilte eine Vereinssprecherin auf dpa-Anfrage mit.

Auch in LIMBURG gibt es bereits zwölf dieser Kästen. "Die "Gum-Walls" werden sehr gut angenommen", sagte der Leiter des städtischen Betriebshofs, Klaus Kunz. Demnach tauschen Mitarbeiter der Stadtreinigung alle zwei bis drei Tage die Papiere aus, auf denen die Kaugummis geklebt werden.

dpa

Fabian Hambüchen ist auch in der Turn-Rente sportlich noch sehr aktiv: "Ich bin ein- bis zweimal in der Woche in der Halle, mache Fitness und gehe zum Laufen", sagte der Olympia-Sieger und Weltmeister am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

29.10.2019

Ein Mann ist in der Nähe von Frankfurt von einer S-Bahn angefahren und dabei schwer verletzt worden. Der 25-Jährige war bei Eschborn (Main-Taunus-Kreis) über eine Absperrung geklettert, um die Gleise zu überqueren.

29.10.2019

Für die sechs jungen Leute war es dann wohl zuviel Gebäck: Nach einer Feier mit "Haschbrownies" muss der Arzt kommen. Die Partygäste sehen sich nun einem Verfahren gegenüber.

29.10.2019