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Panorama Razzia im Rhein-Main-Gebiet wegen illegaler Visa-Beschaffung
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16:22 21.07.2020
Der Schatten eines Polizisten fällt auf ein Polizeiauto. Quelle: Franziska Kraufmann/dpa
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Darmstadt

Mit einer Razzia sind Ermittler am Dienstag im Rhein-Main-Gebiet wegen möglicher illegaler Beschaffung von Visa gegen mehrere Verdächtige vorgegangen. Staatsanwaltschaft und Polizei teilten am Morgen mit, dass mehr als 50 Objekte im Kreis Offenbach und Frankfurt durchsucht wurden. Der Hauptverdächtige, ein 57 Jahre alter Mann, aus Neu-Isenburg sitzt in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Nachmittag mitteilte. Das Verfahren erstrecke sich auf insgesamt 24 Personen.

Gegen den Hauptverdächtigen lag nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor den Durchsuchungen ein Haftbefehl vor. Den Angaben zufolge soll der 57-Jährige als Vermittler von unzutreffenden Arbeitsverträgen und weiteren Dokumenten fungiert haben, um so Ausländern die Möglichkeit zu verschaffen, an Visa zu gelangen. Darüber hinaus soll er sich unter anderem auch in mehreren Fällen unbefugt als Rechtsanwalt ausgegeben haben. Insgesamt werden dem Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft laut Haftbefehl "elf Handlungen" zur Last gelegt.

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Der 57-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft zufolge noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe den beantragten Haftbefehl erlassen. Als Haftgrund sei Fluchtgefahr angegeben. Der Hauptverdächtige war bei den Durchsuchungen am Morgen ebenso wie weitere Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Zuvor hatten Medien berichtet.

Die weiteren Verdächtigen befinden sich der Staatsanwaltschaft zufolge nicht in Untersuchungshaft. Zu den insgesamt 24 Beschuldigten zählen auch Menschen, die illegal eingereist sind oder die die Scheinarbeitsverträge zur Verfügung gestellt haben.

Die Polizei stellte bei der Razzia laut Mitteilung umfangreiches Beweismaterial sicher. Die Durchsuchungen fanden demnach im Zuge von seit Juni andauernden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Darmstadt und der Polizei in Offenbach statt.

dpa