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Panorama Weihnachtsmärkte: Mancherorts verschärfte Regeln und Absagen
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15:35 18.11.2021
Eine Frau hält auf einem Weihnachtsmarkt eine Tasse mit Glühwein in den Händen.
Eine Frau hält auf einem Weihnachtsmarkt eine Tasse mit Glühwein in den Händen. Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Gießen

Angesichts der angespannten Corona-Lage verschärfen einige hessische Kommunen ihre Regelungen für Weihnachtsmärkte. Der Gießener Markt etwa öffnet seine Hütten und Stände unter strengeren Corona-Maßnahmen als zunächst geplant. Man habe die Änderungen angesichts der landesweit steigenden Inzidenzen beschlossen, teilte die veranstaltende Gießen Marketing Gesellschaft zum Start des Markttreibens am (heutigen) Donnerstag mit.

So sollen unter anderem die Stände in der Fußgängerzone noch einmal entzerrt werden, um Gedränge zu vermeiden. Zudem wird es drei größere 2G-Bereiche geben, wo Besucher essen und trinken können. Zutritt haben dort also nur Geimpfte und Genesene. Der Markt schließt außerdem abends bereits früher, und zwar um 20.00 Uhr. Die Veranstalter appellierten an die Besucher, Abstände einzuhalten und auf dem gesamten Weihnachtsmarkt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Pflicht sei dieser im Gedränge, in Warteschlangen oder Innenräumen.

Auch Darmstadt hat seine Maßnahmen für den am Montag gestarteten Weihnachtsmarkt verschärft. In Gastronomiebereichen etwa gilt laut Mitteilung vom Mittwoch die Maskenpflicht. Nur zum Essen am Tisch darf die Maske abgenommen werden. Und für den Budenzauber auf dem nun eingezäunten Friedensplatz gibt es Zugangskontrollen - auch als Reaktion auf teils dort entstandenes Gedränge am Abend. "Täglich ab 17 Uhr wird die Personenzahl auf dem Gelände kontrolliert und der Platz gegebenenfalls zeitweise gesperrt", erläuterte die Stadt.

Die Stadt Offenbach will ab Sonntag ihren seit Anfang der Woche laufenden Weihnachtsmarkt einzäunen. Damit habe man die Möglichkeit, den Zugang zu reglementieren, teilte die Kommune am Donnerstag mit. Für die Festlegung der Zugangsregeln wolle man "zunächst die grundsätzliche Ausrichtung der Entscheidungen von Bund und Ländern" am Donnerstag und Freitag abwarten.

Mancherorts gehen die Veranstalter weiter: So sollen im Werra-Meißner-Kreis die geplanten Weihnachtsmärkte gar nicht mehr stattfinden. Diese Entscheidung sei mit "großer Sorge angesichts der aktuellen Entwicklung" getroffen worden, hieß es.

Hessens größte Stadt Frankfurt wartet ab, ob die Landesregierung an diesem Donnerstag verschärfte Vorgaben machen wird. "Bislang erfüllen wir alles und bauen weiter auf", sagte eine Sprecherin der Tourismus+Congress GmbH. Der Weihnachtsmarkt soll kommenden Montag auf größerer Fläche und mit weniger Buden beginnen. Geplant ist, weitgehend auf Zugangsbeschränkungen zu verzichten. Lediglich in zwei Bereiche dürfen nur Besucher, die eine Infektion mit dem Virus überstanden haben oder dagegen geimpft sind (2G).

Die Gastronomiestände erhalten abgetrennte Bereiche, wo Besucher ohne Schutzmasken essen und trinken können. Glühwein wird ausschließlich in diesen Bereichen verkauft. Im Gedränge und beim Anstehen gilt Maskenpflicht. Auf eine offizielle Eröffnung und eine große Bühne mit Musikprogramm vor dem Rathaus Römer verzichtet die Stadt.

Auch andere Kommunen wie Kassel oder Wiesbaden justieren vorerst nicht bei ihren Weihnachtsmarkt-Regelungen nach. Sie wollen zunächst die Entwicklung beobachten und die anstehenden Corona-Entscheidungen der Landes- und Bundespolitik abwarten. In Kassel soll der Markt am kommenden Montag öffnen, in Wiesbaden am Dienstag.

© dpa-infocom, dpa:211118-99-44986/4

dpa