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Panorama Gesicht von Ehefrau zerschnitten: Über sieben Jahre Haft
Mehr Hessen Panorama Gesicht von Ehefrau zerschnitten: Über sieben Jahre Haft
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17:16 15.03.2021
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne.
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Er muss sich wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ursprünglich war der Mann wegen versuchten Mordes angeklagt gewesen. Die Schwurgerichtskammer kam letztlich zu dem Schluss, dass der Angeklagte während der Tat vom weiteren Tötungsversuch zurückgetreten sei.

In dem Verfahren ging es um eine Tat im August vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Frankfurt-Sossenheim. Der Mann soll dem Opfer einen tiefen Schnitt vom Kiefer bis hinter das rechte Auge zugefügt haben. Schon gut ein Jahr zuvor war die Frau von dem Angeklagten mit einer Kopfnuss sowie einer Nachttischlampe erheblich verletzt worden. Beide Taten erklärte der 44-Jährige mit seinem Alkoholkonsum.

Bei seiner Festnahme nach der zweiten Tat wurden 2,6 Promille Blutalkohol gemessen. Strafverschärfend wertete das Gericht die bleibenden Folgen für die Frau. Neben der Wunde habe sie seither auch große Probleme beim Essen und Trinken. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordversuchs neun Jahre und drei Monate, die Verteidigung wegen gefährlicher Körperverletzung vier Jahre und drei Jahre gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-833998/3

dpa