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Panorama Geldstrafen und Fahrverbot nach Unfall mit Todesopfer
Mehr Hessen Panorama Geldstrafen und Fahrverbot nach Unfall mit Todesopfer
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17:28 09.09.2020
Das Landgericht und Amtsgericht. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
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Frankfurt/Main

Die 38 und 48 Jahre alten Angeklagten hatten im Januar vergangenen Jahres an der Einmündung eines Zubringers zu einer Bundesstraße bei Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) den Tod eines Motorradfahrers (21) verursacht.

Der 48 Jahre alte Angeklagte war dabei zu schnell unterwegs, die Mitangeklagte hatte zuvor ein Stoppschild überfahren und die Vorfahrt des abbiegenden Motorradfahrers missachtet. Danach kam es zum Zusammenstoß aller drei Fahrzeuge (AZ 3690 Js 203601/19). In dem Prozess war von einer "Verkettung unglücklicher Umstände" die Rede.

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Die Staatsanwaltschaft hatte für beide eine Bewährungsstrafe von jeweils acht Monaten gefordert, ein Fahrverbot jedoch abgelehnt. Das Gericht sah die Geldstrafen (150 Tagessätze) für ausreichend an, weil in derartigen Fällen stets die persönliche Schuld der Angeklagten zu bewerten sei und nicht etwa der "Wert des Todesopfers". Darüber hinaus aber müsse ein Fahrverbot "im Sinne der Erhaltung der Rechtsordnung" ausgesprochen werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa