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Panorama Geldautomatensprenger treiben weiter ihr Unwesen in Hessen
Mehr Hessen Panorama Geldautomatensprenger treiben weiter ihr Unwesen in Hessen
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09:27 25.04.2020
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

In elf Fällen blieb es aber lediglich bei einem Versuch. Damit liegt die Zahl der Geldautomatensprengungen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum, als 15 Sprengungen registriert wurden (darunter 10 Versuche).

Die Tatorte in diesem Jahr befanden sich nach Angaben des LKA schwerpunktmäßig im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen, zu dem die Stadt Offenbach sowie der Landkreis Offenbach und der Main-Kinzig-Kreis gehören. "Dies kann sich allerdings angesichts der insgesamt geringen Zahl im Jahresverlauf auch noch verschieben."

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Insgesamt bevorzugten die Täter ländliche Regionen, erläuterte das LKA. "Lediglich in einigen wenigen Ausnahmefällen werden die Taten auch in Randgebieten der Großstädte (insbesondere Frankfurt am Main) begangen."

Erst in dieser Woche war Ermittlern unter Federführung der Staatsanwaltschaft Dortmund ein Schlag gegen eine mutmaßliche Bande gelungen, die auch in Hessen Geldautomaten aufgebrochen haben soll. Insgesamt gab es sieben Festnahmen, die Band soll bei Dutzenden Aufbrüchen rund eine halbe Million Euro erbeutet haben. Hinzu kommt nach Angaben der Ermittler ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich, da das Vorgehen bei den Taten sehr brachial gewesen sei. Es handele sich um eine Gruppe von Beschuldigten aus Albanien, Mazedonien und aus dem Kosovo.

Anfang der Woche klagte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zudem sieben Männer wegen ähnlicher Taten an. Der Prozess ist vor dem Landgericht Gießen geplant. Die zwischen 22 und 36 Jahre alten Angeklagten sollen im Jahr 2019 versucht haben, sechs Geldautomaten in Hessen und einen im thüringischen Eisenach zu sprengen. In zwei Fällen sei es ihnen gelungen, sie hätten dabei rund 420 000 Euro erbeutet.

dpa

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