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Panorama Geld auf eigenes Konto umgeleitet: Haftstrafe
Mehr Hessen Panorama Geld auf eigenes Konto umgeleitet: Haftstrafe
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17:27 31.08.2020
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes.
Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Das Gericht ging bei seinem Urteil am Montag von mindestens 68 Einzeltaten aus, bei denen die 51 Jahre alte Angestellte Überweisungsträger der Bank entsprechend gefälscht habe. Ein Teil der Zahlungen ging auf das Konto des Ehemannes, der wegen Beihilfe zur Untreue ebenfalls angeklagt war, am Ende aber freigesprochen wurde. Er hatte nach Überzeugung der Richter keinerlei Ahnung von den Taten, auch die Gerichtsladung hatte die Frau ihm verschwiegen.

Wie im Prozess bekannt wurde, erwirkte die Bank vor dem Arbeitsgericht bereits einen Titel über 400 000 Euro, die zum großen Teil bereits strafrechtlich verjährt waren. Nach Angaben der geständigen Frau wurde mit dem Geld ein Einfamilienhaus sowie das kostspielige Jagdhobby des Mannes finanziert. Während der Verteidiger eine Bewährungsstrafe für die Angeklagte beantragt hatte, begründete das Gericht die Haftstrafe mit der "großen kriminellen Energie" der Frau. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa