Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Gefiedertes Schauspiel am Himmel: Kraniche fliegen in Süden
Mehr Hessen Panorama Gefiedertes Schauspiel am Himmel: Kraniche fliegen in Süden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:41 22.10.2021
Kraniche fliegen in den Süden.
Kraniche fliegen in den Süden. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Anzeige
Mainz

Die drei Länder liegen nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) auf einer der Hauptrouten der Zugvögel. Von ihrer Heimat in Skandinavien und Osteuropa brechen die Tiere jedes Jahr zu ihrer wärmeren Übergangsheimat in Frankreich und Spanien auf.

Die bis zu 1,30 Meter großen Vögel gelten als Glückssymbole und fliegen hoch oben in teils gewaltigen V-Formationen von 60 bis 200 Tieren. An der Spitze finden sich für gewöhnlich erfahrene Tiere im Wechsel ein. Im Flug erreichen die Vögel Geschwindigkeiten von über 65 Stundenkilometern. Auf ihrer Durchreise in Richtung wärmerer Temperaturen kann man die Vögel unterdessen an ihren lautstarken und trompetenartigen Rufen erkennen.

Viele Vogelfreunde werden in den kommenden Wochen wohl wieder das Naturspektakel mit Ferngläsern und Kameras beobachten. Sehr zur Freude von Kranich-Fans machen die Zugvögel regelmäßig Halt, fressen und ruhen sich aus. In Rheinland-Pfalz etwa ziehen die Kraniche entlang der Ahr, Mosel und Nahe. Doch gerade wenn die Tiere am Boden sind, sollten sie nicht gestört werden. Jedes Aufschrecken und Losfliegen kostet sie wertvolle Kraft, die die Langstreckenvögel für die weitere Reise brauchen.

Im Zuge des Klimawandels sehen Experten auch in Deutschland immer mehr Kraniche brüten. Deutschlandweit die besten Chancen viele Kraniche zu sichten, hat man aktuell dem NABU zufolge an den Rastplätzen im Nordosten Deutschlands. Den Angaben nach wurden am Wochenende alleine an den großen Sammlungsorten in Mecklenburg-Vorpommern fast 30.000 Kraniche gemeldet. Über seinen Kranich-Ticker weist der NABU online auf die besten Rastplätze hin und weist aus, wie viele Tiere zum Beispiel in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gemeldet wurden.

© dpa-infocom, dpa:211022-99-690692/3

dpa