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Panorama Frau gequält und getötet: Lebenslange Haftstrafen gefordert
Mehr Hessen Panorama Frau gequält und getötet: Lebenslange Haftstrafen gefordert
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16:04 15.07.2021
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Quelle: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
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Darmstadt

Zudem solle bei der Mutter die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, forderten die Ankläger in ihrem Plädoyer am Donnerstag vor dem Landgericht Darmstadt. Für einen 24 Jahre alten Mitangeklagten plädierte die Staatsanwaltschaft auf eine Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er war zum Tatzeitpunkt 2016 Heranwachsender.

Die Verteidiger der 50-Jährigen forderten Freispruch, weil nur die anderen zwei Angeklagten die Täter gewesen seien. Ihre Mandantin habe wegen Wein und Tabletten einen "Blackout" gehabt. Die Rechtsanwälte der beiden Männer plädierten jeweils auf Körperverletzung mit Todesfolge. Sie forderten sechs Jahre und fünf Monate Haft beziehungsweise eine Jugendstrafe in Höhe von zweieinhalb Jahren.

Laut Anklage soll die Mutter im August 2016 ihren Sohn und den heute 24 Jahre alten Mitbewohner angewiesen haben, eine 55-Jährige zu töten und dann in einem Regenüberlaufbecken in Frankfurt abzulegen. Das Opfer war 2011 in die Wohnung der 50-Jährigen gezogen und soll jahrelang von der Angeklagten und ihrem Sohn gedemütigt und geschlagen worden sein. 2016 war die Tote gefunden worden.

In dem Prozess gestand der jüngste Angeklagte, das Opfer festgehalten zu haben. Der 26-Jährige gestand, die Mitbewohnerin auf Weisung seiner Mutter mit einer Plastiktüte erstickt zu haben. Das Urteil gegen die drei Deutschen soll am 23. Juli verkündet werden.

© dpa-infocom, dpa:210715-99-396488/3

dpa