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Panorama Frau erstochen: Lebenslange Freiheitsstrafe
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15:48 09.10.2020
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Quelle: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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Hanau

Der Angeklagte habe aus niedrigen Beweggründen gehandelt, begründete Landgerichtspräsidentin Susanne Wetzel das Mordurteil des Schwurgerichts am Freitag. "Sie haben ihrer Frau das Leben genommen und das ihrer beiden Kinder zerstört", sagte sie.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige am 18. Februar im Beisein der gemeinsamen Tochter in Bad Soden-Salmünster (Main-Kinzig-Kreis) mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser dreimal auf die Frau eingestochen hatte. Ein Stich ins Herz sei tödlich gewesen.

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Das Gericht sprach von "übersteigerten Besitzansprüchen" des 43-Jährigen. Nach einem länger schwelenden Ehestreit habe sich die 38-Jährige trennen wollen. So hätte die Frau einen Tag nach der Tat einen Beratungstermin bei einem Scheidungsanwalt gehabt. Die Tat sei "egoistisch und planmäßig vorbereitet" gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin. Der Angeklagte hatte demnach bereits mehrfach angekündigt, seine Frau umbringen zu wollen, wenn sie sich trenne.

Mit dem Urteil entsprach das Landgericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Totschlag im Affekt plädiert und kündigte Revision an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

dpa