Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Frankfurts neuer Polizeipräsident eingeführt
Mehr Hessen Panorama Frankfurts neuer Polizeipräsident eingeführt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:18 25.07.2022
Stefan Müller, neuer Polizeipräsident von Frankfurt am Main, wird im Polizeipräsidium ins Amt eingeführt.
Stefan Müller, neuer Polizeipräsident von Frankfurt am Main, wird im Polizeipräsidium ins Amt eingeführt. Quelle: Arne Dedert/dpa
Anzeige
Frankfurt/Main (dpa/lhe)

Frankfurts neuer Polizeipräsident Stefan Müller ist offiziell in sein Amt eingeführt worden. Der 60-Jährige sei die Idealbesetzung für diese herausfordernde Aufgabe, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag bei dem Festakt in Frankfurt. Er hob Müllers durchsetzungsstarke und reflektierte Führungspersönlichkeit hervor, die für eine «innovative, offene und vielfältige» Polizei stehe. Der bisherige Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen ist nun für 4000 Mitarbeiter und für die Sicherheit in Deutschlands fünftgrößter Stadt verantwortlich

Müller selbst sagte, dass die öffentliche Sicherheit auf Straßen und Plätzen ganz oben auf seiner Agenda stehe. Besonders gehe es darum, die Verhältnisse im Bahnhofsviertel zu verbessern, wo eine «Multiproblemlage» bestehe. Darüber hinaus verurteilten sowohl Müller als auch Beuth die vermehrten queerfeindlichen Angriffe, die es zuletzt in Frankfurt gegeben hatte. Der neue Präsident betonte zudem, wie wichtig ihm die Sichtweise der Bevölkerung sei, wenn es darum gehe, Angsträume zu erkennen.

Mit dem Amtsantritt in Frankfurt schließt sich für Müller auch ein Kreis, denn der 60-Jährige hatte bei der dortigen Mordkommission vor 40 Jahren seine Karriere begonnen. Später arbeitete er im Kommissariat zur Bekämpfung von Organisierter Kriminalität. 1996 wurde er zum LKA nach Wiesbaden versetzt, wo er verschiedene Sonderkommissionen leitete.

Er hatte zuletzt unter anderem auch die Leitung bei der Umstrukturierung des Frankfurter Spezialeinsatzkommandos (SEK) inne, nachdem dieses wegen rechtsextremer Vorkommnisse aufgelöst und neu organisiert wurde. Müllers Vorgänger Gerhard Bereswill war nach rund siebeneinhalb Jahren an der Spitze des größten hessischen Präsidiums im April in den Ruhestand gegangen.