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Panorama Frankfurter Jugendliche vor Pandemie sehr gesundheitsbewusst
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16:46 10.03.2021
Ein Mann raucht einen Joint mit Marihuana.
Ein Mann raucht einen Joint mit Marihuana. Quelle: picture alliance / Oliver Berg/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Danach haben Frankfurter Schülerinnen und Schüler nach eigenen Angaben im Jahr vor Corona deutlich weniger Alkohol getrunken als in den Jahren zuvor. Sie haben auch deutlich weniger herkömmliche Zigaretten geraucht und deutlich weniger Cannabis konsumiert. Noch nie haben danach so viele Jugendliche seit Beginn der jährlichen Erhebungen vor 19 Jahren sogar ganz auf legale und illegale Drogen verzichtet. Insgesamt waren dies 18 Prozent der Befragten.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) wertete das Ergebnis als Erfolg der Präventionsarbeit an den Schulen und der Beratungsangebote. Für die Studie wurden mehr als 1500 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus 23 Schulen befragt.

Demnach habe vor allem die Bedeutung von Alkohol deutlich abgenommen. Nur gut jede und jeder zweite Befragte (51 Prozent) gab an, in den zurückliegenden 30 Tagen alkoholhaltiges getrunken zu haben. Beim Thema Rauchen ließen immer mehr Jugendliche die Finger von herkömmlichen Zigaretten. Auch Shishas verloren im Vergleich zu den Vorjahren an Bedeutung. Stattdessen griffen Jugendliche eher zu E-Produkten: 22 Prozent der Jungen und Mädchen gaben an, in den zurückliegenden 30 Tagen E-Produkte konsumiert zu haben. Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 19 Prozent.

Auch beim Kiffen hielten sich die Jugendlichen zurück. Nur noch jede und jeder dritte Jugendliche gab an, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben, ein Tiefstwert seit Beginn der Befragung im Jahr 2002. In den zurückliegenden 30 Tagen nahmen 18 Prozent der Jugendlichen Cannabis. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert noch bei 22 Prozent gelegen.

Abzuwarten bleibt, wie die Zahlen für das Pandemiejahr 2020 aussehen werden, so Majer. "Lockdown, Kontaktverbote, Schulschließungen und Einschränkungen in den Freizeitaktivitäten haben das Konsumverhalten möglicherweise erneut verändert."

© dpa-infocom, dpa:210310-99-766913/2

dpa