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Panorama Trotz Panne: Weihnachtsbaum-Lieferung mit Happy End
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15:53 31.10.2019
Eberhard Eisentraud von der Gruppe "Peter von Orb" steht neben dem Frankfurter Weihnachtsbaum 2019. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Frankfurt/Main

Blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen unter zehn Grad auf dem Frankfurter Römerberg: Bestes Wetter für das Aufstellen des von der Kinzigstadt Bad Orb gespendeten Weihnachtsbaums für den Frankfurter Weihnachtsmarkt - bei dem es sich allerdings nicht um den ursprünglich ausgesuchten Baum handelt. Ein am Montag gefällter Baum mit dem Namen "Peter von Orb" sei nicht transportfähig gewesen, erklärte der nach Frankfurt gereiste Bad Orber Bürgermeister Roland Weiß. "Das war ein Schreckmoment. Aber ganz Bad Orb hat zusammengearbeitet und gestern einen zweiten Baum gefällt", sagte er.

Dieser wurde am Donnerstag die Hanauer Landstraße entlang bis vor den Römer gefahren, rangiert und schließlich von der Frankfurter Feuerwehr aufgestellt. Der Ersatzbaum "Peter von Orb II" ist Weiß zufolge 4 Tonnen schwer, 31 Meter hoch und etwa 80 Jahre alt.

Auch in vergangenen Jahren lief nicht immer alles glatt bei der Anlieferung des Baums. So musste im Jahr 2015 der Weihnachtsbaum ohne seine eigentliche Spitze auskommen - denn die war während des Transports abgebrochen.

Es sei gar nicht so einfach, einen geeigneten Baum zu finden, erklärte die Sprecherin der Frankfurter Tourismus+Congress GmbH, Ines Philipp. "Er muss die richtige Größe haben und an der richtigen Stelle stehen, damit er rundherum gleichmäßige Zweige hat." Sie wisse derzeit von keinem Baum im Frankfurter Stadtwald, der sich eignen würde. In den vergangenen Jahren sei der Weihnachtsbaum jedoch zweimal aus Frankfurt gekommen.

Bereits zum vierten Mal spendet nun Bad Orb einen Baum. Dort habe es in diesem Jahr ursprünglich drei mögliche Bäume gegeben, berichtete Philipp weiter. Von ihnen habe einer aber einen schweren Sturm im August nicht überstanden. Dass eine Kommune in Hessen oder auch über Hessen hinaus den Weihnachtsbaum an Frankfurt spende, habe inzwischen Tradition.

Der Bad Orber Bürgermeister betonte, dass beide Bäume nur mit rund fünf sogenannten Erntefestmetern zu Buche schlagen. "Bad Orb lebt von der Forstwirtschaft. Wir schlagen jährlich etwa 13 000 Erntefestmeter." Bäume würden im Stadtwald nachgepflanzt, zudem gebe es einen natürlichen Nachwuchs.

Der Frankfurter Stadtrat Mike Josef (SPD) nahm den Baum in Empfang und wünschte allen Frankfurtern eine schöne Vorweihnachtszeit sowie "spannende Diskussionen über die Schönheit unseres Weihnachtsbaums". Es wisse gut, dass fast jeder Frankfurter eine Meinung dazu habe.

Etwa eine Woche lang steht "Peter von Orb II" nun ganz schmucklos auf dem Römerberg und erholt sich, bevor dann Lichterkette und Schleifen für die Weihnachtszeit angebracht werden können.

dpa

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