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Panorama Forschungsbohrung im Ried verzögern sich bis in den März
Mehr Hessen Panorama Forschungsbohrung im Ried verzögern sich bis in den März
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06:31 18.12.2020
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Riedstadt

Grund seien die sich ändernden Gesteinsschichten im Borden. Bereits zweimal habe die Bohranlage daher umgerüstet und die Arbeit gestoppt werden müssen. Ziel des Projekts ist eine Tiefe von 500 Metern. Derzeit sei die Bohrmannschaft in mehr als 280 Metern Tiefe.

"Die Geologen können anhand dieser Ablagerungen erforschen, wie es vor Millionen Jahren im Hessischen Ried aussah und wie sich das Klima über die Zeit entwickelt hat", heißt es beim HNLUG. Die bislang erreichte Tiefe erlaube bereits einen Rückblick von schätzungsweise mehr als drei Millionen Jahren.

Nach Abschluss der Arbeiten soll das Bohrloch vermessen werden. Die Forscher erhofften sich so weitere Daten zum Beispiel zum Verständnis von Erdbebenaktivitäten. Die Bohrkerne sollen später auch interessierten Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden.

Im nördlichen hessischen Oberrheingraben wird den Forschern zufolge damit erstmals ein vollständiger Bohrkern aus diesem Zeitabschnitt gewonnen. Diese können Auskunft über die Entwicklung des Grabens, über das Klima der vergangenen fünf Millionen Jahre, über das Grundwasser oder auch den Ur-Rhein geben.

dpa