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Panorama Geschäft der Floristen am Aufblühen: Landesmeisterschaft
Mehr Hessen Panorama Geschäft der Floristen am Aufblühen: Landesmeisterschaft
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17:52 30.05.2021
Besucher sind auf dem Gelände der Bundesgartenschau unterwegs.
Besucher sind auf dem Gelände der Bundesgartenschau unterwegs. Quelle: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa
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Erfurt

Das Geschäft der Blumenhändler in Thüringen und Hessen ist nach Einschätzung ihres Branchenverbandes nach den monatelangen pandemiebedingten Einschränkungen wieder am Aufblühen. Das gelte vor allem für die Nachfrage von Privatkunden, sagte Ulrike Linn, Landesgeschäftsführerin des Fachverbandes Deutscher Floristen, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Der Muttertag ist sehr gut gelaufen, zuvor auch schon der Frauentag." In Thüringen sind die Blumengeschäfte nach monatelangem Lockdown, der auch in die normalerweise umsatzstarke Weihnachtszeit fiel, seit März wieder geöffnet. Dies wüssten die Kunden zu schätzen, so Linn.

Unter der Pandemie haben Linn zufolge vor allem jene Floristik-Geschäfte zu leiden, die sich auf die Ausstattung größerer Veranstaltungen spezialisiert haben. Klassische Kongresse oder Messen etwa sind seit gut einem Jahr in Thüringen nicht möglich, allenfalls digitale Varianten. Pandemiebedingte Geschäftsaufgaben von Verbandsmitgliedern in den beiden Bundesländern seien ihr allerdings nicht bekannt, sagte Linn. Viele Geschäfte seien auf die Corona-Wirtschaftshilfen angewiesen. Auch Kurzarbeit für Mitarbeiter habe in Anspruch genommen werden müssen.

Im Landesverband sind 400 Floristen aus Hessen und Thüringen organisiert. Der Verband hatte am Wochenende die Landesmeisterschaften der Floristen auf der Bundesgartenschau in Erfurt veranstaltet, aus denen der Thüringer Teilnehmer Christopher Ernst als Sieger hervorging. Der Florist aus dem Kreis Sömmerda vertritt Thüringen und Hessen damit bei der nächsten Deutschen Meisterschaft im August 2022. Coronabedingt hatten nur vier Frauen und Männer an dem zweitägigen Wettbewerb teilgenommen - je zwei Teilnehmer kamen aus den beiden Bundesländern. Sie hatten vier Aufgaben zu absolvieren. Dazu gehörten das Binden von Blumensträußen, freie Kreationen aus Nelken, die Bepflanzung von Blumengefäßen und die Fertigung von Tischschmuck.

Besucher können den Blumenkünstlern nicht direkt zuschauen, da die Hallen auf der Buga wegen der Pandemie-Bestimmungen für Gäste noch nicht zugänglich sind. Die Wettbewerbsstücke werden nach Angaben einer Sprecherin dicht am Fenster aufgebaut, damit die Besucher sie von außen betrachten können.

© dpa-infocom, dpa:210529-99-786472/4

dpa