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Panorama Filmmuseum taucht ab: Ausstellung "Im Tiefenrausch"
Mehr Hessen Panorama Filmmuseum taucht ab: Ausstellung "Im Tiefenrausch"
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13:25 28.06.2022
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Frankfurt/M.

Beängstigende Haie und schlaue Delfine, bezaubernde Meerjungfrauen und besessene Tiefseetaucher, gruselige Aliens und verliebte Paare spielen die Hauptrollen in der neuen Sonderausstellung, die von 1. Juli 2022 bis 8. Januar 2023 zu sehen ist.

Wer den Ausstellungsraum betritt, fühlt sich wie in einem Aquarium: Der Boden spiegelt, die Erklärtexte haben Wellen, an den Wänden - und auf beiden Seiten einer riesigen gekrümmten Leinwand in der Mitte des Raums - laufen Filmausschnitte von "20.000 Meilen unter dem Meer" bis "Findet Nemo", "Der weiße Hai" und "Abyss". Zwei Nebenräume widmen sich dem Dokumentarfilm und nicht-jugendfreien Horrorszenen unter Wasser. In einem weiteren Raum läuft eine Unterwasser-Toninstallation einer libanesischen Sounddesignerin.

Kurator Michael Kinzer hat sich ganz auf die ästhetische Dimension der Unterwasserfilme konzentriert. Weder sieht man spezielle Kameras noch Requisiten, auch inhaltlich erfährt man wenig, aktuelle Debatten wie Meeresverschmutzung werden nur im Begleitprogramm behandelt. Die Ausstellung soll vor allem "ein sinnliches Erlebnis" sein, sagte Filmmuseums-Direktorin Ellen Harrington in ihrer Videobotschaft.

Die Tiefsee sei für Regisseure interessant, weil so vieles an ihr unerforscht sei und dadurch die Phantasie anrege, glaubt Kinzer. Außerdem sei sie ein Ort der Gegensätze: Schönheit und Gefahr, Licht und Dunkel, Rettung und Verhängnis bildeten spannungsreiche Pole - ebenso wie im titelgebenden Tiefenrausch, der bei Tauchern sowohl Euphorie als auch Panik auslösen kann.

© dpa-infocom, dpa:220628-99-831206/2

dpa