Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Waldbrand in Osthessen unter Kontrolle
Mehr Hessen Panorama Waldbrand in Osthessen unter Kontrolle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 25.04.2019
Feuerwehrleute stehen während einer Lagebesprechung vor dem Wagen der Einsatzleitung. Quelle: LK HEF-ROF
Fulda/Ludwigsau

Stundenlang haben Hunderte Einsatzkräfte in Osthessen am Donnerstag gegen einen Waldbrand gekämpft. Am späten Vormittag hatten sie die Flammen zwar unter Kontrolle, doch die Suche nach Glutnestern in dem schwer zugänglichen Waldstück sollte mit reduzierter Personalstärke noch lange weitergehen. "Wir hoffen, dass wir in den nächsten 30 Stunden alles gelöscht haben", sagte eine Sprecherin des Landkreises Hersfeld-Rotenburg am Nachmittag.

Nach einem Gewitter war das Feuer in der Nacht zu Donnerstag im Seulingswald bei Ludwigsau-Meckbach ausgebrochen. "Wir gehen davon aus, dass ein Blitz in den Wald eingeschlagen hat und das Feuer verursacht hat", sagte ein Polizeisprecher. Betroffen war eine Fläche von rund 60 000 Quadratmetern. Das entspricht acht Fußballfeldern. Zeitweise waren 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Polizei und Hessen Forst im Einsatz. Sie bekämpften den Brand aus mehreren Richtungen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich nach Angaben des Landkreises schwierig: Da Bäume umzustürzen drohten, konnte die Feuerwehr nur schwer in das Waldstück vordringen. Zudem handele es sich um eine Hanglage. Auch Probleme mit der Wasserversorgung gab es. Die Feuerwehrleute gingen mit Wasserrucksäcken auf die Suche nach Glutnestern. Die angeforderten Löschhubschrauber seien nicht gebraucht worden.

Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Behörden zu keinem Zeitpunkt. Allerdings kamen drei Feuerwehrleute mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Sie seien mittlerweile wieder zuhause, sagte die Kreissprecherin.

Grundsätzlich seien Feuerwehren in Hessen gut auf Waldbrände vorbereitet, erklärte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Ralf Ackermann: "Wir sehen keinen Nachbesserungsbedarf." Die Brandbekämpfung im Wald sei Teil der Ausbildung. Auch spezielle Ausrüstung gebe es, die in so genannten Abrollcontainern per Lkw vor Ort gebracht wird. Ein großer Pluspunkt sei das enge Netz der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland: "Wir haben den Vorteil, dass so schnell viele Leute vor Ort sind."

Eigene Löschhubschrauber haben die Wehren nicht. "Das gibt es nirgends in Deutschland", sagte Ackermann. Stattdessen würden Polizeihubschrauber aus Fuldatal in Nordhessen und Egelsbach in Südhessen mit Löschwasser-Behältern eingesetzt. Das sei aber selten nötig: "Löschhubschrauber machen bei uns nur Sinn in Steilhanglagen." Denn generell seien Hessen Wälder über Wege gut befahrbar.

Die Zahl der Waldbrände in Hessen hat sich durch die Trockenheit in den vergangenen Wochen drastisch erhöht. Seit Jahresanfang sei von 25 bis 30 Waldbränden mit einer betroffenen Gesamtfläche von knapp 100 000 Quadratmetern auszugehen, erklärte das Umweltministerium. In einigen Teilen Hessens galt am Donnerstag die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe. Bereits am Vortag hatte es in einem Wald bei Linden (Kreis Gießen) gebrannt. Dort sei auf einer Fläche von mindestens einem Fußballfeld trockenes Gras in Brand geraten, berichtete ein Polizeisprecher. Eine Joggerin hatte die Flammen bemerkt, die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.

dpa

Zwei Autofahrer sind in Limburg wegen einer zugeparkten Einfahrt zu einer Tiefgarage in einen handfesten Streit geraten. Dabei soll ein etwa 30 Jahre alter Mann einer 22 Jahre alten Autofahrerin den Außenspiegel abgebrochen und nach ihrem 14 Jahre alten Beifahrer geschlagen haben.

25.04.2019

Unbekannte sind in Limburg in ein Einfamilienhaus eingebrochen und haben Elektronikgeräte und Bargeld in unbekannter Höhe gestohlen. Wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte, hebelten sie in der Nacht zum Donnerstag die Eingangstür des Hauses auf und durchsuchten die Räume auf Wertsachen.

25.04.2019

Der rekonstruierte Frankfurter Goetheturm soll sicherer und widerstandsfähiger werden. Vom Aussehen her soll sich die 43 Meter hohe Neuauflage aber nicht von dem 2017 abgebrannten Original unterscheiden, berichteten die Verantwortlichen der Stadt am Donnerstag bei der Präsentation des Modells am Bauplatz in Sachsenhausen.

25.04.2019