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Panorama Festnahmen wegen Einbruch in Bunker: Explosion durch Funken
Mehr Hessen Panorama Festnahmen wegen Einbruch in Bunker: Explosion durch Funken
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17:26 26.11.2018
Handschellen liegen auf einem Tisch. Quelle: Armin Weigel/Archiv
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Fritzlar/Kassel

Ein Verdächtiger habe die Tat bei Fritzlar-Rothhelmshausen (Schwalm-Eder-Kreis) gestanden. Die Gruppe löste die Explosion offenbar durch unvorsichtiges Vorgehen beim Aufschneiden der Tore aus.

Sie verschafften sich laut Ermittlern mit Akkuflexgerät und Motortrennschleifer Zutritt zu den früheren Militärbunkern. Ihre Beute sie die dort gelagerte Pyrotechnik im Wert von mehreren Tausend Euro gewesen. Die Gruppe habe das Schwarzpulver verkaufen wollen. Doch durch Funkenflug habe sich die Pyrotechnik einer Privatfirma im letzten Bunker entzündet, es kam zur Explosion.

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"Infolge der enormen Explosion wurde das massive Stahltor herausgesprengt", sagte der Polizeisprecher. Die Druckwelle zerstörte die Heckscheibe eines Fluchtautos. Nur durch glückliche Umstände seien die Männer und Frauen unverletzt geblieben. Den Schaden schätzen die Ermittler auf über 80 000 Euro.

Bei den Tatverdächtigen fand die Polizei umfangreiches Beweismaterial, Diebesgut und verschiedene verbotene Waffen, Schreckschusspistolen und einen 70 Kilogramm schweren Böller. Die Männer und Frauen aus Nord- und Osthessen erwarte nun ein Strafverfahren wegen Einbruchdiebstahls, fahrlässiger Brandstiftung und der Sprengstoffexplosion.

dpa