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Panorama Mutmaßlicher Corona-Betrüger in Egelsbach verhaftet
Mehr Hessen Panorama Mutmaßlicher Corona-Betrüger in Egelsbach verhaftet
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13:41 29.09.2020
Blick auf die Handschellen eines Justizbeamten. Quelle: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Im südhessischen Egelsbach haben Ermittler einen mutmaßlichen Betrüger dingfest gemacht, der mit falschen Papieren Corona-Soforthilfe erschlichen haben soll. Gegen den 46-Jährigen liegt wegen Fluchtgefahr ein Haftbefehl des Amtsgerichts Frankfurt vor, wie die Justiz und das Landeskriminalamt am Dienstag gemeinsam berichteten. Es wurden auch sieben Wohn- und Geschäftsobjekte des Mannes sowie eines 44 Jahre alten Komplizen durchsucht, wobei den Angaben zufolge umfangreiches Beweismaterial und 3000 Euro Bargeld sichergestellt wurde.

Den Behörden sind in Hessen rund 1200 Verdachtsfälle bekannt, bei denen möglicherweise versucht worden ist, mit falschen Angaben staatliche Coronahilfen zu kassieren. Das ist knapp jeder hundertste der rund 135 000 gestellten Anträge. Verbindungen zur organisierten Kriminalität habe man bislang nicht festgestellt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

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Mitunter existierten Unternehmen nicht, für die Hilfsgelder beantragt werden, oder die Mitarbeiterzahl werde im Antrag höher angegeben. Die Generalstaatsanwaltschaft koordiniert seit Anfang Mai 2020 die Ermittlungen zu diesem Komplex. Eingebunden sind dabei die Staatsanwaltschaften, das Landeskriminalamt (LKA) sowie die Finanzverwaltung, die bei unstimmigen Anträgen prüft.

Die beiden Beschuldigten aus dem aktuellen Verfahren haben laut Justiz in fünf Fällen versucht, Hilfen für frei erfundene Handelsunternehmen zu erhalten. Es seien falsche Namen und Ausweisdokumente arbeitsteilig benutzt worden. Geflossen seien lediglich in einem Fall 10 000 Euro. In einem weiteren Fall habe die Bank das Auszahlungskonto noch rechtzeitig gesperrt, drei Mal wurde vom Regierungspräsidium Kassel nichts ausgezahlt. Gegen den 44 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen besteht kein Haftbefehl.

Den Verdächtigen drohen bei einer Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Dazu kommen noch Urkunden- und Datenfälschung als mögliche weitere Delikte, wie der Justiz-Sprecher erläuterte.

dpa