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Panorama Experte: Trickbetrüger raffiniert, aber häufig erfolglos
Mehr Hessen Panorama Experte: Trickbetrüger raffiniert, aber häufig erfolglos
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07:06 29.01.2020
Wiesbaden

Trickbetrüger haben in Hessen zuletzt mehrfach sechsstellige Summen von älteren Menschen erbeutet - doch solche Fälle sind die Ausnahme. Meist gehe es um Beträge zwischen 10 000 und 30 000 Euro und viel häufiger noch darunter, berichtet Claus Opfermann von der Zentralstelle Kriminal- und Verkehrsprävention beim hessischen Landeskriminalamt. Der weitaus größte Teil der bekannten Taten bleibt im Versuchsstadium stecken, dem Experten zufolge sind es über 97 Prozent. Klar sei aber: "Wir haben es mit Tätern zu tun, die hochintelligent und besonders geschult sind." Entsprechend schwer sei es für viele der Opfer, sich aus den Fängen der Betrüger zu befreien.

Unbekannte erschlichen sich vor kurzem als falsche Polizisten das Vertrauen eines Rentners in der Wetterau und brachten ihn bei mehreren Anrufen dazu, seinen Familienschmuck, Gold und Bargeld vor die Haustür zu legen. Das Vermögen von rund 700 000 Euro verschwand spurlos. In einem anderen Fall erbeuteten Täter mehr als 200 000 Euro. Sie gaukelten einem bei Gießen lebenden 62-Jährigen vor, bei einem Gewinnspiel den Jackpot geholt zu haben. Um den Gewinn zu erhalten, müsse er unter anderem "Gebühren" bezahlen.

Die Reingelegten seien nicht dumm, betont Experte Opfermann. Die Täter seien "wirklich sehr, sehr überzeugend". Sie bauten überzeugende Szenarien auf und setzen ihre Opfer auch mit ständigen Anrufen unter Druck. Bei Maschen wie dem Enkeltrick mag demnach auch eine bereits beginnende Altersdemenz eine Rolle spielen, die es den Tätern leichter mache. Bei älteren Menschen und dem Trick mit falschen Polizeibeamten könne auch der noch vorhandene Respekt vor der Polizei eine Rolle spielen. Zumal es in vielen Fällen für die Opfer das erste Mal sei, dass sie Kontakt mit der "Polizei" hätten.

Die Beamten raten unter anderem: Misstrauisch sein, wenn sich ein Anrufer nicht mit Namen meldet und nicht selbst Namen erraten. Details zu Familie und Finanzen sollten nicht preisgegeben und nie Geld oder Wertgegenstände Fremden übergeben werden - auch nicht angeblichen Polizisten. "Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten", heißt es auf der Präventionsseite www.polizei-beratung.de. Und Experte Opfermann betont: Nicht unter Druck setzen lassen, und bei verdächtigen Anrufen am besten gleich auflegen.

dpa

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