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Panorama Ermittlungen zu Waffenkisten im Wald dauern an
Mehr Hessen Panorama Ermittlungen zu Waffenkisten im Wald dauern an
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06:07 22.03.2021
Nach dem Fund eines Waffendepots liegen u.a. Patronen und Handgranaten in einem Wald in Mittelhessen.
Nach dem Fund eines Waffendepots liegen u.a. Patronen und Handgranaten in einem Wald in Mittelhessen. Quelle: Polizei Hessen/dpa/Archivbild
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Limburg/Driedorf

Ein Jahr nach einem ungewöhnlichen Waffenfund an einem entwurzelten Baum in Mittelhessen dauern die Ermittlungen an. Es gebe nach wie vor einen namentlich bekannten Tatverdächtigen, sagte der Limburger Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Herrchen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hinweise auf einen politischen Hintergrund hätten sich bislang nicht ergeben. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Verdächtige ein Waffennarr sei. Es werde wegen möglicher Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- sowie gegen das Waffengesetz ermittelt.

Vor rund einem Jahr hatte ein Sturm einen Baum umgeworfen und bei Driedorf (Lahn-Dill-Kreis) vier vergrabene Waffenkisten freigelegt. Experten des Landeskriminalamtes untersuchten daraufhin die gefundenen Handgranaten, Pistolen und Sprengmittel. Es gehe darum, die Hersteller, das Baujahr, den Produktionsort sowie die Lieferkette herauszufinden, hatte ein Polizeisprecher vor einem Jahr erklärt. Nach den Worten von Herrchen dauern die Untersuchungen noch an.

In Wohnungen und Garagen würden öfters Waffen entdeckt, erklärte der Staatsanwalt. Aber die Menge wie bei dem Waffenfund an dem entwurzelten Baum sei schon "etwas exklusiv". "Das ist für uns ein Ausnahmefall", sagte Herrchen. Da die Kisten sehr dicht gewesen seien, befänden sich die Waffen in einem guten Zustand, erläuterte er. "Die scheinen dort länger gelagert gewesen zu sein."

Die Wohnung des Tatverdächtigen, der aktuell nicht in Hessen wohne, sei im Mai 2020 durchsucht worden, erklärte der Staatsanwalt. Der Mann sei im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis gewesen, die ihm jedoch 2015 entzogen worden sei.

Waffenfunde in hessischen Wäldern - wie in Driedorf - seien äußerst selten, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Wiesbaden mit. "Die hier bekannten Fälle aus den vergangenen fünf Jahren bewegen sich im unteren einstelligen Bereich."

© dpa-infocom, dpa:210322-99-917144/2

dpa