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Panorama Elke Heidenreich wollte nie eine "liebe Mutti" werden
Mehr Hessen Panorama Elke Heidenreich wollte nie eine "liebe Mutti" werden
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16:22 22.10.2021
Elke Heidenreich, Schriftstellerin, spricht auf Frankfurter Buchmesse 2021.
Elke Heidenreich, Schriftstellerin, spricht auf Frankfurter Buchmesse 2021. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Frankfurt/Main

In dem gleichnamigen Buch habe sie sich aber nicht wiedergefunden: ""Trotzköpfchen" wird ja irgendwann artig, heiratet, kriegt Kinder. Und wenn Du nicht artig bist, wirst Du keine liebe Mutti. Ich wollte keine liebe Mutti werden, ich wollte ein eigenes Leben haben."

Später habe sie sich dann andere "Lebensbücher" gesucht, sagte Heidenreich ("Hier geht's lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben") auf dem "Blauen Sofa". Die Schriftstellerin Christa Wolf ("Kindheitsmuster") habe ihr geholfen, sich über das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter klar zu werden. Mit "Kein Ort nirgends" habe sie verstanden: "Was ich suche, das perfekte Glück, das gibt es nicht. Ich muss es mir selber schaffen." Virigina Woolf ("Ein Zimmer für sich allein") habe sie darin bestärkt, "immer mein eigenes Geld, mein eigenes Zimmer zu haben". Susan Sontag ("Krankheit als Metapher") habe ihr geholfen, den Krebs zu akzeptieren. "Man hat nichts falsch gemacht, wenn man das kriegt, es ist kein Werturteil. Das tröstet einen schon."

© dpa-infocom, dpa:211022-99-698076/4

dpa