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Panorama Einschleusung aus Prostitutionszwecken: Anklagen
Mehr Hessen Panorama Einschleusung aus Prostitutionszwecken: Anklagen
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12:38 01.09.2021
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt

Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wird den beiden vorgeworfen, zwischen 2018 und 2020 die 13 Chinesinnen teils mit gefälschten Ausweisen nach Deutschland geholt zu haben. Diese wurden dann - so der Verdacht - ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Hessen, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen als Prostituierte beschäftigt.

Die 44-Jährige und der 37-Jährige werden beschuldigt, dabei die Organisation übernommen zu haben, etwa in dem sie Unterkünfte angemietet, Werbeanzeigen inseriert oder Termine mit den Freiern vereinbart haben sollen. Demnach sollen sie auch die Hälfte der Einnahmen kassiert und einen Teil davon nach China transferiert haben.

Neben des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, des Missbrauchs von Ausweispapieren und der Urkundenfälschung wird den beiden auch das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Dadurch soll der Sozialversicherung ein Schaden von mehr als 240.000 Euro und dem Fiskus soll ein Steuerschaden von über 800.000 Euro entstanden sein, wie die Generalstaatsanwaltschaft erklärte.

Die beiden Beschuldigten sitzen seit Dezember 2020 in Untersuchungshaft. Die Anklage wurde jetzt beim Hanauer Landgericht erhoben.

© dpa-infocom, dpa:210901-99-50302/3

dpa