Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Drei Jahre und fünf Monate für Sprengung eines Geldautomaten
Mehr Hessen Panorama Drei Jahre und fünf Monate für Sprengung eines Geldautomaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 26.03.2019
Urteil im Prozess um Sprengung von Geldautomaten erwartet. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Anzeige
Frankfurt/Main

Das Landgericht verurteilte ihn wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Diebstahls und Sachbeschädigung. Die drei Täter hatten im September vergangenen Jahres zunächst drei Geldkassetten mit rund 120 000 Euro Bargeld aus dem demolierten Automaten entwendet. Auf der Flucht geriet das Auto der Täter jedoch an eine Leitplanke, so dass die Flucht zu Fuß fortgesetzt werden musste und die Beute im Fahrzeug zurückblieb. Während die beiden Mittäter entkommen konnten, wurde der am Kopf verletzte Angeklagte in einem Gartengelände aufgespürt.

Vor Gericht hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt und seine Mitwirkung an der Tat mit persönlichen Schulden von rund 20 000 Euro begründet, die Folge seiner Drogenabhängigkeit seien. Strafmildernd wertete die Kammer darüber hinaus die "intellektuelle Minderbegabung" des Mannes, die allerdings seine Schuldfähigkeit nicht gänzlich ausschließe. Die Anklagevertreterin hatte drei Jahre und zehn Monate Freiheitsentzug beantragt, erklärte sich jedoch mit dem Urteil einverstanden.

Anzeige

Wegen der hessenweit stark gestiegenen Zahl von Automatensprengungen hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen und das Verfahren übernommen. Seit Ende 2016 seien in Hessen rund 80 Geldautomaten gesprengt worden, in den meisten Fällen aber hätten die Täter nichts erbeutet, sagte die Staatsanwältin. Beim Königsteiner Fall blieb es schließlich bei einem Sachschaden von rund 20 000 Euro an Automat und Gebäude.

dpa

Anzeige