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Panorama Die Tricks der Taschendiebe: Aufklärungsaktion gestartet
Mehr Hessen Panorama Die Tricks der Taschendiebe: Aufklärungsaktion gestartet
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13:33 15.06.2021
Das Foto zeigt eine gestellte Taschendieb-Aktion.
Das Foto zeigt eine gestellte Taschendieb-Aktion. Quelle: Roland Weihrauch/dpa/Illustration
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Frankfurt/Main

"Laut Kriminalstatistik gab es im Jahr 2019 an diesem Bahnhof pro Tag durchschnittlich 65 Diebstähle", erläuterte Christian Altenhofen von der Bundespolizei. Mit der Aktion, zu der auch Plakate und Informationen in den Sozialen Medien gehören, sollen die Menschen für dieses Thema sensibilisiert werden. Denn die Beamten befürchten, dass wegen der langen coronabedingten Einschränkungen das Bewusstsein für diese Gefahr abgenommen haben könnte.

An dem Informationsstand in der Mainmetropole erläuterten die Fahnder die verschiedenen Vorgehensweisen der Diebe, etwa die Masche des sogenannten "Beschmutzers". "Er beschmutzt die Jacke des Opfers, gibt sich betroffen, nimmt die Jacke angeblich zur Reinigung an sich und holt dann die Wertsachen raus", erläutert Altenhofen. Ein Komplize nimmt dem Dieb das Gestohlene gleich ab, damit es bei diesem nicht gefunden werden kann. Auch der im Polizeijargon "falsche Tourist" tritt häufig auf - er fragt mit einer Stadtkarte nach dem Weg, verdeckt mit dieser dem Opfer die Sicht und greift nach dessen Wertsachen.

Ein Taschendieb beobachte sein potenzielles Opfer vor der Tat sehr genau und überlege, ob sich ein Diebstahl lohne, erklärte Altenhofen. Er rät dazu, Wertsachen in einer verschlossenen Tasche bei sich zu tragen und keinesfalls Portemonnaie oder Handy in die Gesäßtasche zu stecken. Wer Opfer eines Diebstahls geworden sei, solle diesen so rasch wie möglich anzeigen. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass der Taschendieb ermittelt werden kann.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-01327/2

dpa