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Panorama Deutlich mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in Hessen
Mehr Hessen Panorama Deutlich mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in Hessen
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14:24 06.09.2019
Eine Frau hält die Hand eines Kindes. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild
Wiesbaden

Im Vergleich zu 2017 waren damit 15 Prozent mehr Kinder und Jugendliche gefährdet.

2373 Fälle in Hessen stuften die Ämter als "akut" ein, fast 370 mehr als 2017. Meistens handelte es sich bei der Kindeswohlgefährdung laut Destatis um Vernachlässigung, gefolgt von psychischer und körperlicher Misshandlung. In rund 200 Fällen gab es Hinweise auf sexuelle Gewalt. Bei etwa 4220 Kindern und Jugendlichen stellte das Amt fest, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, die Familien aber dennoch Unterstützung brauchen.

Deutschlandweit sahen die Jugendämter 2018 bei rund 50 400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung - das waren zehn Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Laut Destatis ist dies nicht nur der höchste Anstieg, sondern auch der höchste Stand an Kindeswohlgefährdungen seit Einführung der Statistik im Jahr 2012.

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn "eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes unmittelbar droht oder eingetreten ist". Die stärkste Schutzmaßnahme, die Jugendämter bei Kindeswohlgefährdung anwenden können ist die Inobhutnahme. 2018 wurden bundesweit 7800 Kinder zu ihrem Schutz vorläufig vom Jugendamt in Obhut genommen. Das waren 15 Prozent aller Gefährdungsfälle.

dpa

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