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Panorama Woher kam Wilkes Biowurst?
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08:00 06.11.2019
Die Rolltore des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren sind heruntergelassen. Quelle: Uwe Zucchi
Twistetal

Vegane und vegetarische Aufschnitte und Auf­striche, Bio-Wurst und sogar ­islam-konforme „Halal“-Produkte waren dabei. Der Begriff „halal“ ist in der EU lebensmittelrechtlich nicht geschützt. Und auch bei „vegan“ und „vegetarisch“ gibt es laut verbraucherzentrale.de keine einheitlichen Standards. Dagegen sind die Regeln bei biologisch erzeugten Lebensmitteln streng und klar.

Die Wurstfirma ­wollte Bio-Produkte herstellen und hatte dafür nach Auskunft des Regierungspräsidiums (RP) Gießen als Überwachungsbehörde eine Bescheinigung erlangt. Die Bio-Ware, die nun vom Rückruf betroffen war, stammte laut Öko-Code aber von einem anderen Hersteller. Trotzdem trug sie im Rückruf das Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ der Firma Wilke.

Bio-Produkte müssen einen Kontrollstellencode ­aufweisen. Der Code wies bei den genannten Produkten aber auf die Kontrollstelle GfRS aus Göttingen hin. Anfang Oktober hatten Behörden den nordhessischen Fleischhersteller geschlossen. Zuvor waren wiederholt Listerien-Keime nachgewiesen worden, die bei geschwächtem ­Immunsystem lebensgefährlich sein können. Drei Todes- und 
37 Krankheitsfälle werden mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht. 

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