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Panorama Denkmalschutz sorgt sich um Frankfurter Wasserhäuschen
Mehr Hessen Panorama Denkmalschutz sorgt sich um Frankfurter Wasserhäuschen
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09:45 24.06.2018
Das «Cafe Fein» in der Frankfurter Innenstadt ist in einem ehemaligen Wasserhäuschen untergebracht. Quelle: Boris Roessler
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Frankfurt/Main

"Wir sind dran", sagt die Leiterin des Denkmalamts, Andrea Hampel, zur geplanten Liste. Allerdings sei ein Katalog mit Kriterien für die sehr unterschiedlichen Kioske schwierig. Mit ihrer teils bemerkenswerten Rund-Architektur stehen die Trinkhallen oft frei in Parks - oder sind zwischen Häuserfassaden eingelassen.

Volle Unterstützung kommt vom Landesamt für Denkmalschutz in Wiesbaden. Es gehe um ein "Frankfurter Kulturgut", das gepflegt und erhalten werden müsse, sagt dessen Präsident Markus Harzenetter. "Oft genügt eine geringfügige Änderung des Angebotes oder eine Ergänzung durch einen Biergarten, um dem Ort neuen Charme zu verleihen."

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Die Denkmalschützer schätzen die Zahl der verbliebenen Häuschen in der Stadt auf rund 300. Schutzwürdig könnten nach Ansicht Hampels "prägende" Kioske etwa in Parks sein - oder das erste Jöst-Häuschen im Frankfurt Ostend. Der Firma Jöst gehörten einst die meisten Frankfurter Trinkhallen. Sie entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1971 wurden sie von der Henninger-Brauerei übernommen.

dpa