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Panorama DAK: Weniger Behandlungen bei Kindern im ersten Lockdown
Mehr Hessen Panorama DAK: Weniger Behandlungen bei Kindern im ersten Lockdown
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09:22 15.02.2021
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes.
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Die Analyse biete eine hohe Repräsentativität, betonte die Kasse.

Der Lockdown im März und April 2020 sorgte demnach für einen starken Einbruch von Krankenhausbehandlungen und Operationen bei Kindern und Jugendlichen: Mehr als jede dritte Kinder-Operation fiel aus (Rückgang: 39 Prozent). "Gründe für die Corona-Delle waren verschobene Behandlungen durch die Krankenhäuser und weniger Klinikbesuche aus Angst der Eltern vor Ansteckungen", teite die Kasse mit. Die stärksten Rückgänge gab es bei Infektionen, Krankheiten der Atemwege und des Verdauungssystems.

Die Corona-Delle macht sich auch bei psychischen Erkrankungen bemerkbar. Die Behandlungszahlen gingen im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent zurück. Das wirke nur auf den ersten Blick wie eine gute Nachricht, sagte Sötkin Geitner, hessische Landeschefin der DAK-Gesundheit. "Auf den zweiten Blick wird jedoch klar: Weniger Behandlungen psychischer Erkrankungen bedeutet nicht automatisch, dass es im Frühjahrs-Lockdown weniger psychische Leiden hessischer Kinder gab. Es drängt sich vielmehr die Vermutung auf, dass viele psychische Leiden von Kindern im Frühjahrs-Lockdown einfach nicht behandelt wurden."

© dpa-infocom, dpa:210215-99-443021/4

dpa