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Panorama Coronavirus: Kassenärzte und Gesundheitsämter uneins
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15:24 27.02.2020
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Frankfurt/Main

Wie viele "begründete Verdachtsfälle" es in hessischen Arztpraxen bisher gab, konnte die KV am Donnerstag nicht sagen. Auch die Zahl der durchgeführten Tests an den beiden virologischen Instituten in Marburg und Frankfurt ist nicht bekannt.

"Die von einigen Gesundheitsämtern inzwischen veröffentlichte Forderung nach einem Influenza-Schnelltest als erste Maßnahme zur Abklärung ist in der ambulanten Versorgung nicht umsetzbar", heißt es auf einer Info-Seite der KV Hessen. Der Schnelltest sei keine Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung, könne also nicht abgerechnet werden. "Sollten Gesundheitsämter den Schnelltest dennoch einfordern, kann er nur erbracht werden gegen Kostenerstattung durch das beauftragende Gesundheitsamt", empfiehlt die KV den Mitgliedern.

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Bei Verdachtsfällen in Praxen müssen die Ärzte zuerst klären, "ob es sich um einen begründeten Verdacht handelt". Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Patient Atemprobleme hat und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt mit einem Infizierten gehabt haben könnte. "Bei begründetem Verdacht leiten Sie unverzüglich Maßnahmen zum Infektionsschutz ein", heißt es in den Handlungsempfehlungen.

dpa

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