Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Christbäume entsorgt: Weniger Jugendfeuerwehren beteiligt
Mehr Hessen Panorama Christbäume entsorgt: Weniger Jugendfeuerwehren beteiligt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:53 07.01.2022
Weihnachtsbäume liegen zwischen zwei Autos auf der Straße.
Weihnachtsbäume liegen zwischen zwei Autos auf der Straße. Quelle: Niels Babbel/dpa/Archivbild
Anzeige
Frankfurt/Main

Das Einsammeln ausgedienter Christbäume durch die Jugendfeuerwehren hat in vielen hessischen Kommunen Tradition - doch auch in diesem Jahr fallen die Aktionen pandemiebedingt mancherorts aus. Aus Sorgen vor Infektionen verzichteten manche Jugendfeuerwehren auf die Sammelaktionen, sagte der Landesjugendfeuerwehrwart in Hessen, Markus Potthof, der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem aber dürfte es kaum Begleitveranstaltungen wie Feste und gesellige Zusammenkünfte geben, um Kontakte und damit auch Ansteckungsmöglichkeiten zu vermeiden.

Damit entfalle auch das Trinkgeld, mit dem sich viele Bürger bei den jungen Leuten für ihren Sammelfleiß bedanken. Vor der Pandemie war der Obolus vor allem für gemeinsame Freizeitveranstaltungen genutzt worden, wie Potthof sagte. Wie viele Kommunen beim Einsammeln der Bäume auf die Jugendfeuerwehren setzen, lasse sich nicht sagen. Grundsätzlich übernähmen sie eher in den ländlichen Regionen das Einsammeln, weil in den Städten das Aufkommen der ausgedienten Bäume zu groß sei, um es mit Kräften der Jugendfeuerwehr bewältigen zu können.

So bietet Hessens größte Stadt FRANKFURT den Bürgerinnen und Bürgern auch in diesem Jahr zwei Varianten zur Entsorgung ihrer Weihnachtsbäume: Diese können entweder über die braune Biotonne, die graue Restmülltonne oder mit Hilfe der Straßenreinigung entsorgt werden, erklärte die Stadt. Voraussetzung sei, dass die Bäume von allem Schmuck befreit und auf Stücke von maximal einem Meter gekürzt sind. Als zweite Option bietet die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH Sammeltouren mit festen Terminen in einzelnen Stadtteilen. Von Montag (10. Januar) an bis 28. Januar werde dabei jeweils ein Sonderfahrzeug eingesetzt, das nur Weihnachtsbäume einsammele, hieß es.

In WIESBADEN werden die ausgedienten Weihnachtsbäume von Montag bis einschließlich 21. Januar direkt an den Grundstücken abgeholt. Dabei gibt es jeweils nur einen Abholtermin pro Grundstück, der sich im Abfallkalender finde und mit einem Tannenbaumsymbol gekennzeichnet sei, hieß es vom städtischen Entsorger ELW. Abgeholt würden Tannenbäume aus privaten Haushalten mit einer Länge von maximal drei Metern und einem Stammdurchmesser von höchstens 15 Zentimetern. Weil sie zu Kompost verarbeitet werden, bat auch ELW, den Baumschmuck vollständig zu entfernen.

Auch in GIEßEN sammelt das Stadtreinigungs- und Fuhramt in der kommenden Woche im gesamten Stadtgebiet Weihnachtsbäume ein - und das ohne Lametta und anderen Weihnachtsbaumschmuck, weil auch hier die Bäume in die Kompostieranlage wandern sollen. "Nicht vollständig abgeschmückte Bäume können leider nicht mitgenommen werden." Die Sammlung erfolge am eigentlichen Leerungstag der Biotonne.

Im LANDKREIS FULDA können die Weihnachtsbäume ebenfalls in die Biotonne gegeben werden - auch hier ohne Deko und Baumschmuck und nicht im Ganzen. Vielmehr sollten einzelne Äste abgeschnitten und so zerkleinert werden, dass sie möglichst problemlos in die Tonne passen und sich der Deckel noch gut schließen lasse. Auch die Wertstoffhöfe im Landkreis nehmen ausgediente Weihnachtsbäume an. An den gewohnten Ablageplätzen oder Hutzelfeuerplätzen sollten die Bäume aber nicht einfach abgelegt werden, erklärte der Fachdienst Abfallwirtschaft. "Die Bäume werden dort vermutlich nicht abgeholt." In der STADT FULDA wiederum werden abgeschmückte Weihnachtsbäume am Reisig-Sammelplatz im Stadtteil Maberzell entgegengenommen.

© dpa-infocom, dpa:220107-99-620948/2

dpa