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Panorama Besserung bei Algenproblem in Bad Karlshafen
Mehr Hessen Panorama Besserung bei Algenproblem in Bad Karlshafen
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08:52 10.10.2020
Ein Haus aus dem 19. Jahrhundert spiegelt sich zwischen Algen im Bad Karlshafener Hafenbecken. Quelle: Uwe Zucchi/dpa/Archivbild
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Bad Karlshafen/Frankfurt

Vor rund drei Monaten waren im nördlichsten Hafen Hessens 4800 Wasserpflanzen quasi als natürliche Kläranlage eingesetzt worden. Die Idee dazu hatten Forscher der Uni Frankfurt zusammen mit der Stadt entwickelt.

Für 6,5 Millionen Euro hatte Bad Karlshafen das historische Hafenbecken reaktiviert. Doch kurz nach der Eröffnung im Mai 2019 war das Wasser mit einem Algenteppich überzogen gewesen. Über die Diemel gelangte Dünger hinein. Der Fluss speist über einen Kanal das Becken.

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Mit 30 000 Euro Landesmitteln wurden daher Gewächse wie Schilf und Rohrkolben gepflanzt, die die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen sollten. Danach habe man die Algen abgeschöpft, die seitdem nicht wiedergekommen seien. Laut Dittrich sollen die Ergebnisse des Projekts im November zusammen mit der Uni Frankfurt vorgestellt werden. Die Arbeiten am Hafenbecken selbst würden demnächst komplett abgeschlossen, derzeit wird die Hafenmauer saniert.

Die 3600-Einwohner-Stadt an der Weser setzt große Hoffnungen in den Hafen. Es soll den Tourismus der einst beliebten Kurstadt neu beleben. Kritiker wie der Steuerzahlerbund stellen seit Jahren den Sinn des Projekts infrage.

dpa