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Panorama Biologe und Umweltschützerin erhalten Senckenberg-Preise
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09:27 30.04.2022
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Frankfurt/Main

Antonelli, seit 2019 wissenschaftlicher Direktor des Royal Botanic Garden Kew, erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Naturforschung. Er ist unter anderem verantwortlich für eine Sammlung von mehr als 2,4 Milliarden Samen aus über 40.000 Pflanzenarten - eine der größten Samen-Archive weltweit.

Als Leiter des von ihm gegründeten "Antonelli Lab" untersucht der Wissenschaftler nach Angaben der Senckenberg Gesellschaft mit seinem Team, wie sich die biologische Vielfalt - vor allem in den südamerikanischen Tropen - im Laufe der Zeit entwickelt hat und wie sie vom anhaltenden Klimawandel und der Zerstörung von Lebensräumen beeinflusst wird. Dabei setzt Antonelli auf modernste Techniken: So entwickelte er beispielsweise eine Künstliche Intelligenz, die "Hotspots" der Artenvielfalt identifizieren und priorisieren kann.

Kristine McDivitt Tompkins, die den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Naturengagement erhält, gründete mit ihrem 2015 verstorbenen Ehemann die Tompkins Conservation und erwirbt mit ihrem privaten Vermögen große Landflächen von Nord-Argentinien bis in den Süden Chiles, um diese zu renaturieren und dann an die jeweiligen Staaten als Nationalparks zurückzugeben. Inzwischen sind den Angaben zufolge so 15 Nationalparks mit einer Fläche von weit mehr als fünf Millionen Hektar Land sowie zwei Küstennationalparks entstanden.

© dpa-infocom, dpa:220430-99-104489/2

dpa