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Panorama Bewährungsstrafe nach lebensgefährlicher Messerattacke
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16:41 06.05.2021
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand.
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Aus einem "Imponiergehabe" heraus hatte er seinem Geständnis zufolge im November vergangenen Jahres in Königstein (Taunus) seinen zwei Jahre jüngeren Kontrahenten zunächst mit dem Messer bedroht und ihm danach einen tiefen Stich in den Bauch zugefügt. Nur mit einer Notoperation konnte das Opfer gerettet werden.

Unmittelbar nach der Tat benachrichtigte der stark alkoholisierte junge Mann einen Krankenwagen und die Polizei. Deshalb wurde er trotz der schweren Verletzungen nicht wegen eines versuchten Tötungsdelikts angeklagt, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung - so wurde er nun auch verurteilt. Vor Gericht zeigte er Reue und Einsicht. Bei dem Opfer hatte er sich zuvor bereits brieflich entschuldigt. Die Jugendrichterin sprach im Urteil vom Donnerstag von einer "sehr schwerwiegenden Tat", die praktisch kein Motiv habe. Gleichwohl sei bei dem 19-Jährigen infolge seiner Reifedefizite das mildere Jugendstrafrecht anzuwenden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-495502/2

dpa