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Panorama "Bambi" zieht um: Kühles Wetter und Entwöhnungsprozess
Mehr Hessen Panorama "Bambi" zieht um: Kühles Wetter und Entwöhnungsprozess
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11:31 26.03.2018
Rehkitz «Bambi» vor dem Reihenhaus von Anja Pahlen und Peter Göbel. Quelle: Karl-Heinz Bärtl/Archiv
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Groß-Zimmern

Die Kommune betreibt den Tierpark, in dem "Bambi" mit zwei Ricken leben soll, die auch mit der Flasche aufgezogen wurden. Der inzwischen rund neuneinhalb Monate alte Rehbock wächst im Haus und Garten von Göbel und seiner Lebensgefährtin Anja Pahlen im südhessischen Groß-Zimmern auf.

"Wir waren uns darüber einig, dass ein Umzug im Winter nicht günstig für das im Haus aufgezogene Rehkitz ist", hatte Junghans nach einem Treffen mit "Bambis" Zieheltern gesagt. Der Bock, der auch im Bett geschlafen hat, müsse erst seinen Zieheltern entwöhnt werden. Die lassen das Tier deshalb seit einiger Zeit immer häufiger allein und draußen, wie Göbel sagt. "Bambi" schmeiße dennoch derzeit bereits sein Winterfell ab, so dass ein Umzug angesichts der niedrigen Temperaturen frühestens in zwei Wochen sinnvoll sei.

Damit das Tier die Geweihhaut (Bast) seiner wachsenden Hörner abrubbeln kann, hat Göbel im Garten extra einen sogenannten Fegebaum aufgestellt und in der Wohnung zwei Straßenbesen aufgehängt. "Damit er nicht an die Möbel geht." Wenn Fremde kommen, werde er aber langsam bockig. "Er senkt dann seinen Kopf und schaut ein bisschen anders." Göbels Lebensgefährtin hatte das fast verhungerte Tier bei einem Spaziergang gefunden und gemeinsam mit dem Forstwirt aufgepäppelt.

dpa