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Panorama Bahn baut neue Gleise und Brücke in Richtung Hauptbahnhof
Mehr Hessen Panorama Bahn baut neue Gleise und Brücke in Richtung Hauptbahnhof
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13:55 24.03.2022
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Frankfurt/Main

Volle Bahnen und Verspätungen auf den Zulaufstrecken von Süd und West zum Frankfurter Hauptbahnhof sollen bald der Vergangenheit angehören: Die Bahn startet diesen August mit Bauarbeiten zwischen Stadion und Abzweig Gutleutstraße, wo auf einer Länge von 3,5 Kilometern zwei neue Gleise und sieben Eisenbahnüberführungen errichtet werden sollen. Darunter ist auch eine dritte Eisenbahnbrücke über den Main, wie der Leiter des Infrastrukturprojektes Mitte der DB Netz AG, Gerd-Dietrich Bolte, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte.

Die Vorbereitungen für den Baubeginn laufen bereits seit Anfang dieses Jahres. Bis 2030 soll diese zweite Baustufe des Projektes "Knoten Frankfurt-Stadion" abgeschlossen werden. Sie werde die Bahn insgesamt um die 500 Millionen Euro kosten, teilte Projektleiter Marko Asseng mit. Zunächst werden dafür diesen Sommer die vier bestehenden Gleise im Stadtteil Niederrad nach Westen verschoben, um Platz für zwei neue Gleise für Fernbahnen und den Regionalverkehr auf der Ostseite zu schaffen. Dabei wird der 45 Meter breite Bahndamm um fünf Meter erweitert.

Zusätzlich kommt es zu weiteren Erneuerungen. So werden unter anderem der leerstehende alte Bahnhof Niederrad abgerissen, Eisenbahnüberführungen erneuert, mehrere Weichenverbindungen um- und neugebaut und die Oberleitungen angepasst. Zudem wird eine dritte Mainbrücke errichtet und eine alte Fachwerkbrücke erneuert, so dass am Ende drei Eisenbahn-Brücken über den Main führen. Neben temporären Lärmschutzwänden für Baustelleneinrichtungen sollen am Ende auf einer Länge von 2000 Metern vier bis sechs Meter hohe neue Schallschutzwände dafür sorgen, dass es mit dem Ausbau für Anwohner leiser gegenüber heute wird.

"Wir machen das unter vollständiger Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs", betonte Projektleiter Asseng. Pendler müssen dennoch mit einzelnen Ausfällen und Verlagerungen rechnen. Dabei handele es sich insbesondere um die erste Phase der Arbeiten von August dieses Jahres bis März 2023, da voraussichtlich nicht immer alle vier Gleise zur Verfügung stehen werden. Anschließend werde sich die Situation jedoch entschärfen, ergänzte Gerd-Dietrich Bolte.

© dpa-infocom, dpa:220324-99-654801/3

dpa