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Panorama Bahn-Ausbau Hanau-Gelnhausen mit mehr Lärmschutz
Mehr Hessen Panorama Bahn-Ausbau Hanau-Gelnhausen mit mehr Lärmschutz
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18:02 28.05.2020
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Hanau/Berlin

Damit wurde auch dem Willen der Bürgerbeteiligung entsprochen. Der Beschluss sieht im Detail vor, fünf Millionen Euro in ein hohes Lärmschutzniveau entlang der gesamten Strecke zu investieren, das über das übliche Maß hinaus geht. Weitere fünf Millionen Euro sind für die optische Gestaltung der Lärmschutzwände vorgesehen. Weitere 17,6 Millionen Euro gehen in den barrierefreien Ausbau aller Stationen. 1,4 Millionen Euro sind für die Videoüberwachung der Stationen eingeplant.

Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Großprojekte Mitte der DB Netz AG, sagte, die Zustimmung des Bundestages zum Beschlussantrag sei ein wichtiger Schritt für die Region und die Verwirklichung des Ausbauvorhabens. Die Entscheidung sorge für die notwendige Planungssicherheit und für die Akzeptanz der Region und der Menschen vor Ort.

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Auch der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir begrüßte die Zustimmung des Bundestags. "Inwieweit weitergehende Wünsche der Region, die sich ja vor allem auf die konkrete Gestaltung der Lärmschutzwände beziehen, erfüllt werden können, kann zum jetzigen Planungsstand noch nicht genau benannt werden", sagte er mit Blick auf Wünsche der Kommunen. "Hier stehen auch die Kosten im Einzelnen noch nicht fest." Es sei nun an den Kommunen, die städtebaulich sensiblen Bereiche zu identifizieren und Konzepte für die Ausgestaltung der Lärmschutzwände zu erstellen. Al-Wazir hoffte, dass nun das Verfahren beschleunigt werden kann und die Baurechtsverfahren ab 2021 eingeleitet werden können: "Weitere Verzögerungen bei einem der größten Engpässe im deutschen Schienennetz müssen auf jeden Fall verhindert werden."

Die Bahnstrecke von Hanau über Gelnhausen nach Fulda gilt als einer der größten Engpässe im hessischen und bundesweiten Schienennetz. Die Neubaustrecke schafft zusätzliche Kapazitäten. Damit können mehr Fern- und Regionalzüge auf der Strecke fahren. Im Personenfernverkehr soll zudem die Fahrzeit um etwa 13 Minuten verkürzt werden.

Zuletzt hatte das Regierungspräsidium Darmstadt dem Raumordnungsverfahren nach eingehender Prüfung im April zugestimmt. Damit erreichten die Planungen ein weiteres Etappenziel. Nach dem Raumordnungsverfahren folgt das Planfeststellungsverfahren. Dabei geht es um das Baurecht und die Streckendetails.

dpa

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