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Panorama Awo-Prüfverfahren auch im Bezirk: Verkauf von Pflegeheimen
Mehr Hessen Panorama Awo-Prüfverfahren auch im Bezirk: Verkauf von Pflegeheimen
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18:08 13.01.2020
Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo). Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Berlin/Frankfurt/Main

Nicht nur Vorgänge um undurchsichtige Gehaltsstrukturen und Luxus-Dienstwagen beim Kreisverband Frankfurt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) werden geprüft - auch der Verkauf von zwei Pflegeeinrichtungen beim Bezirksverband Hessen-Süd. Das teilte eine Sprecherin des Awo-Bundesverbands am Montag mit. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk berichtet, im Zusammenhang mit dem Verkauf von zwei Pflegeheimen sei es zu Regelverstößen gekommen. Die Heime sollen an Immobiliengesellschaften verkauft worden sein, zu deren Gründern und Gesellschaftern der damalige Generalbevollmächtigte des Bezirksverbands gehört habe, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Bericht.

Die Verkäufe seien "bereits Bestandteil eines laufenden Prüfungsverfahrens", sagte eine Sprecherin des Awo-Bundesvorstands. "Aufgrund der laufenden Verfahren kann zwar keinen Prüfungsergebnissen vorgegriffen werden. Eindeutig ist aber, dass keine Insichgeschäfte bei der Awo erlaubt sind." Kein Mitglied der Geschäftsführung oder des Aufsichtsgremiums dürfe bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen, "welche im Widerspruch zu den Interessen des Unternehmens stehen oder Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich persönlich nutzen", hieß es unter Verweis auf Awo-Regeln.

Neben Staatsanwaltschaft und Bundesverband werde nun auch die eingesetzte Task Force unter Leitung der früheren Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin den Awo Bezirksverband Hessen Süd und dessen wirtschaftlichen Tätigkeiten "auf Verletzungen von rechtlichen und verbandsinternen Vorschriften sowie notwendige Maßnahmen prüfen", hieß es in der Stellungnahme des Bundesverbands.

Ein Sprecher des Bezirksverbands sagte am Montag, der Vorstand werde die Ergebnisse der Task Force abwarten, bevor er Stellung nehme. Die Task Force habe die Arbeit aufgenommen und werde "ihre Prüfung mit der Unterstützung einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft so zügig wie irgend möglich vornehmen", hieß es.

Hinweise aus der Mitarbeiterschaft, aus Öffentlichkeit und Medien, sowie aus staatlichen Stellen sollten einbezogen werden. Der Awo Bezirksverband Hessen-Süd sei entschlossen, "die Strukturen und die Geschäftstätigkeit in seinem Verantwortungsbereich transparent zu machen, Unklarheiten aufzuklären und wo erforderlich auch die Konsequenzen zu ziehen."

"Ich bin davon überzeugt, dass ich nicht gegen Recht verstoßen habe", sagte der in dem Bericht genannte Wirtschaftsprüfer am Montag der Deutschen Presse-Agentur auf die Vorwürfe. "Ich habe die Task-Force der Awo Hessen-Süd gebeten, den Vorwürfen nachzugehen. Ich möchte nicht, dass solche Vorwürfe im Raum stehen", sagte er über sein eigenes Interesse an Aufklärung.

Zuvor hatte der Frankfurter Kreisverband unter anderem im Zusammenhang mit auffallend hohen Gehältern und Luxus-Dienstwagen für einiger Mitarbeiter in der Kritik gestanden.

dpa

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