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Panorama Automatensprenger-Prozess: Angeklagte schweigen zu Vorwürfen
Mehr Hessen Panorama Automatensprenger-Prozess: Angeklagte schweigen zu Vorwürfen
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14:51 06.10.2020
Eine Statue der Justitia hält die Waage. Quelle: picture alliance/dpa/Symbolbild
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Fulda

Die drei Männer im Alter zwischen 40 und 45 Jahren stehen seit Dienstag vor dem Landgericht. Ihnen werden unter anderem die Herbeiführung von Sprengstoff-Explosionen und schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft haben die Männer aus Ungarn mit ihren Taten das Leben anderer Menschen gefährdet.

Das Trio und mindestens drei gesondert Verfolgte sollen sich in Ungarn zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um in Deutschland gewerbsmäßig Geldautomaten zu sprengen. Im Oktober 2017 sollen sie in Nüsttal-Hofaschenbach im Kreis Fulda mit einer Explosion einen Schaden von rund 50 000 Euro verursacht haben. Der Geldautomat, befüllt mit 122 000 Euro, hatte der Explosion jedoch standgehalten. Ähnlich war es trotz brachialer Gewalt in Hohenroda-Mansbach im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

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In einer Bankfiliale in Kalbach-Uttrichshausen (Kreis Fulda) erbeuteten die Täter über 264 000 Euro und richteten rund 44 000 Euro Schaden an. Im Februar 2018 erwischte die Polizei in Sachsen einen der Angeklagten mit zwei Männern und fand in ihrem Auto Klebeband, Elektroschocker und Hebelwerkzeug. Von da an wurden sie überwacht und am 7. Dezember 2019 schließlich festgenommen - beim Versuch, einen weiteren Automaten zu sprengen. Seitdem sitzen die Männer in Untersuchungshaft. Für den Prozess in Fulda sind zunächst zehn Verhandlungstermine bis zum 26. November vorgesehen.

dpa