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Panorama Autofreie Innenstadt: Frankfurt sperrt Mainufer
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09:54 28.07.2019
Zahlreiche Fußgänger überqueren an einer Ampel den Mainkai am nördlichen Mainufer am Rande des Römerbergs. Quelle: Frank Rumpenhorst
Frankfurt/Main

Am Dienstag wird in Frankfurt der innenstadtnahe Teil des nördlichen Mainufers für den Autoverkehr gesperrt. Mindestens ein Jahr lang bleibt damit die knapp ein Kilometer lange Strecke zwischen der Untermainbrücke und der Alten Brücke Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Zunächst ist der Mainkai wegen eines Volksfestes unpassierbar - daran schließt sich nahtlos die seit langem diskutierte Probe-Sperrung des vor allem bei Touristen beliebten Areals an.

Während der gut einjährigen Probephase will die Stadt herausfinden, wie sich der Verkehrsfluss in der Innenstadt verändert. Denn die Strecke gilt als wichtige Ost-West-Verbindung, rund 20 000 Autofahrer nutzen sie täglich. Sie müssen den Bereich bis voraussichtlich Ende August 2020 weiträumig umfahren - oder zu Fuß oder mit dem Fahrrad passieren. Ausnahmen gibt es aber: Wer etwa aus dem Parkhaus unter dem Römerberg herausfährt, darf den eigentlich abgesperrten Bereich in Richtung Osten passieren. Damit will die Stadt verhindern, dass in einem angrenzenden Wohngebiet der Verkehr zunimmt.

"Die beiden Mainufer gehören sowohl für Frankfurter als auch für Besucher zu den absoluten Lieblingsplätzen. Mit der Öffnung des Mainufers für den Fuß- und Radverkehr wird eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität erwartet", begründete die Stadt zuletzt den Test. Daher will sie während der Probephase an der Straße unter anderem weitere Bänke aufstellen. Restaurants und Cafés dürfen zudem ihre Außenbereiche erweitern. Größere Umbauten am Mainufer sind den Angaben zufolge jedoch nicht geplant.

Nach früheren Angaben von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) wurde das nördliche Ufer in der Vergangenheit jährlich bereits an 25 bis 30 Tagen wegen Sportveranstaltungen oder Volksfesten gesperrt - ohne dass der Verkehr in der Stadt zusammenbrach. Die Erfahrung gibt ihm Recht: Im Jahr 2009 sperrte der damalige Grünen-Verkehrsdezernent Lutz Sikorski entgegen großer Proteste die Hauptwache für den Durchgangsverkehr. Heute gilt das als seine Glanztat.

Die Sperrung des Mainkais hatte die Stadtregierung aus SPD, CDU und Grünen vor gut drei Jahren gemeinsam im Koalitionsvertrag vereinbart. Zuvor hatte sich eine Bürgerinitiative dafür stark gemacht. Über die Pläne wird in Frankfurt hingegen schon seit Jahrzehnten debattiert. Die Befürworter wollen damit die alte traditionelle Nord-Süd-Achse - von der Zeil zum Main - wieder stärken. Zeitweise wurde dazu auch über der Bau eines Tunnels in Erwägung gezogen.

dpa

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