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Panorama Attacke in Frankfurt: Traumaexperte fordert Hilfsgruppe
Mehr Hessen Panorama Attacke in Frankfurt: Traumaexperte fordert Hilfsgruppe
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13:35 31.07.2019
Ein Meer aus Blumen, Kuscheltieren und Beileidsbekundungen hat sich am Gleis 7 des Hauptbahnhofs gebildet. Quelle: Arne Dedert
Frankfurt/Main

Die unmittelbar in einen derartigen Zwischenfall Hineingezogenen könnten sich dort - natürlich freiwillig - sortieren, austauschen und ein Stück besser von dem Vorfall distanzieren, um Traumafolgestörungen zu verhindern. "Die Deutsche Bahn sollte sich auch nicht vorwerfen lassen, sie habe da nichts getan", sagte Pieper.

Einem 40-jährigem Eritreer wird vorgeworfen, am Montag einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen ICE gestoßen haben. Der Junge starb noch im Gleisbett, die Mutter konnte sich retten und wurde verletzt. Eine 78-Jährige, die auch attackiert wurde, brachte sich in Sicherheit, ohne auf die Gleise zu stürzen.

Zahlreiche Passanten und Fahrgäste hatten den Angriff unmittelbar mitbekommen. Nach dem Vorfall richtete die Bahn eine Telefonnummer ein, über die Betroffene eine psychologische Betreuung in Anspruch nehmen können. Ob es - wie auch in Eschede - eine Nachbearbeitungsgruppe geben soll, war zunächst nicht bekannt.

Laut Pieper macht es einen großen Unterschied, ob es sich - wie in Eschede - um ein Unfall handelt oder eine Attacke. "Wir unterscheiden zwischen technischen Katastrophen, Naturereignissen und von Menschenhand verursachten Gewalttaten", sagt der Experte. Letztere lösten die höchste Traumatisierungsrate aus. "Es ist unglaublich schwierig, so einen Vorfall nachzuvollziehen und langfristig seinen Frieden zu machen", sagte er.

Bei dem Unfall 1998 im niedersächsischen Eschede kamen 101 Menschen ums Leben, Dutzende wurden schwer verletzt.

dpa

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