Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Panorama Anklage wertet tödlichen Autounfall als Mord
Mehr Hessen Panorama Anklage wertet tödlichen Autounfall als Mord
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:53 30.10.2019
Ein Schild weist auf den Eingang des Landgericht Darmstadt hin. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Darmstadt

Die Verteidiger werteten die Tat am Mittwoch in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Darmstadt dagegen als fahrlässige Tötung. Der junge Deutsche war im Dezember 2018 auf der Autobahn 5 vor zwei Polizeistreifen geflohen. Auf dem Autobahnparkplatz "Fuchsbuckel" bei Heppenheim in Südhessen fuhr der Raser aus Sicht der Anklage mit über 100 Stundenkilometern in ein parkendes Auto. Dabei wurden eine 39 Jahre alte Düsseldorferin tödlich und ihr zehnjähriger Sohn schwer verletzt. Das Urteil soll am kommenden Montag (4.11.) gesprochen werden.

Die Staatsanwaltschaft hielt dem jungen Mann vor, "in letzter Sekunde" mit über 150 Stundenkilometern von der linken Spur auf den Parkplatz eingebogen zu sein, bei nur 64 Metern Bremsweg. Die darauf folgende Kollision wertete sie als Mord, weil der Angeklagte mit der Flucht seine Straftaten Fahren ohne Führerschein, ohne Zulassung und ohne gültiges Nummernschild verdecken wollte.

Die Verteidigung plädierte auf fahrlässige Tötung, weil ihr Mandant der Polizei entkommen, aber die Frau nicht töten wollte. Der 19-Jährige habe die Situation falsch beurteilt und seinen Wagen überschätzt, sagten die zwei Verteidiger. Zudem sei der Angeklagte wegen eines Streits mit seinen Eltern - er hatte der Mutter ihren Schmuck gestohlen und versetzt - psychisch belastet gewesen. Durch die Flucht habe er weiteren Ärger verhindern wollen. Die Verteidiger legten die Höhe des Strafmaßes "in die Hände" der Jugendkammer.

dpa

Der Versicherungswert eines lahmenden und nicht schlachtbaren Pferdes kann auf Null sinken. Sollte ein solches Tier eingeschläfert werden müssen, greift eine Lebensversicherung nicht und der Halter bleibt auf den Kosten für eine Nottötung sitzen.

30.10.2019

Ein obdachloser Mann mit einer Softair-Waffe hat am Mittwochmorgen am Frankfurter Hauptbahnhof für eine kurzzeitige Sperrung des S-Bahn-Bereichs gesorgt. Der 29-Jährige habe dort am Gleis mit der Pistole hantiert, teilte die Bundespolizei mit.

30.10.2019

Nach tödlichen Schüssen im mittelhessischen Wetzlar hat der Verdächtige die Tat gestanden. "Er hat eingeräumt, dass er der Schütze war", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

30.10.2019