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Panorama Angeklagter gibt Schwefelsäure-Attacke auf Geschäftsmann zu
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16:17 09.10.2019
Am Platz des Zeugentisches steht in einem Verhandlungssaal im Landgericht ein Mikrofon. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
Frankfurt/Main

Die Staatsanwaltschaft beantragte am Mittwoch vor dem Frankfurter Landgericht, den 46 Jahre alten Angeklagten aufgrund einer "schizophrenen Psychose" dauerhaft in der Psychiatrie unterzubringen. Sie geht zudem von versuchtem Totschlag und schwerer Körperverletzung aus.

Der Anklage zufolge hatte der Mann Ende März dieses Jahres seinem Opfer nach einem kurzen Wortwechsel ein Glas mit Schwefelsäure über den Kopf gegossen. Der Angriff ereignete sich in dem Geschäft des Opfers in der Bad Homburger Innenstadt.

Vor Gericht bezeichnete der mutmaßliche Täter den Angriff als "Präventivschlag" gegen eine Gruppe international agierender "Pädokrimineller". Nachdem er von diesen bedroht worden sei, habe er sich über das Internet sieben Liter Schwefelsäure beschafft. Nach dem Angriff habe er noch weitere Personen damit attackieren wollen. Zwei Tage später wurde er jedoch festgenommen und in der Psychiatrie untergebracht. Den Ermittlungen zufolge hatte der Geschäftsmann nichts mit der von dem Täter behaupteten Gruppierung zu tun.

Der Geschäftsmann erlitt an zehn Prozent seiner Körperhaut Verätzungen und musste zu einer Spezialbehandlung in eine Klinik nach Stuttgart gebracht werden. "Wäre die Säure in die Speiseröhre oder die Atemwege gelangt, hätte das Opfer sterben können", hieß es im Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst vier Fortsetzungstermine bis Anfang November anberaumt.

dpa

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