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Panorama Alltagserleichterung: Weitere Corona-Lockerungen in Hessen
Mehr Hessen Panorama Alltagserleichterung: Weitere Corona-Lockerungen in Hessen
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05:10 04.05.2020
Ein Absperrband verhindert den Zutritt zu einen Spielplatz. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Friseure dürfen ihre Salons wieder öffnen, Museen und Zoos können Besucher empfangen und auch im Gesundheitswesen werden einige Beschränkungen gelockert. Für die Menschen in Hessen bringt der Wochenstart einige Erleichterungen im Corona-Alltag.

Vor allem die Friseure erwarten nach der wochenlangen Zwangspause einen Ansturm der Kunden. Viele Salons sind laut Landesinnungsverband auf Wochen ausgebucht und wollen daher am Montag - dem traditionellen Ruhetag der Branche - bereits öffnen. Dabei sind jedoch strenge Gesundheitsauflagen zu beachten.

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Stark frequentiert werden dürften auch die Spielplätze, die den Kindern wieder offen stehen. Die bisher geltenden Absperrungen und Verbotsschilder sollen zügig entfernt werden. Es gelten aber weiterhin strikte Hygieneregeln, deren Einhaltung kontrolliert werden soll.

Gute Nachrichten gibt es für Patienten, die seit Wochen auf nicht zwingend notwendige medizinische Eingriffe und Operationen in Kliniken und ambulanten Praxen warten. Diese sind ab Montag wieder erlaubt. 25 Prozent der Intensivbetten sollen aber weiter für Covid-19-Patienten vorgehalten werden. Auch die strikten Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime werden ein wenig gelockert. Senioren dürfen nun zumindest einmal in der Woche für eine Stunde ihre Angehörigen oder Bezugspersonen sehen.

Zurückhaltend gestaltet sich auch der Neustart bei den Museen und Zoos. Viele Häuser arbeiten noch an Hygienekonzepten und wollen die Termine für ihre Öffnung erst im Laufe der Woche bekannt geben. Das Kloster Eberbach im Rheingau kann bereits ab diesem Montag seine Tore wieder öffnen. "Wir kommen ein Stück weiter zum Licht am Ende des Tunnels", sagte Martin Blach, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung.

Keine Veränderungen gibt es vorerst an den Schulen. Den Unterricht vor Ort dürfen weiterhin nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen - das betrifft rund 110 000 Jugendliche - in Anspruch nehmen. Wann und wie die schrittweise Öffnung weitergeht, will Hessen nach der nächsten Bund-Länder-Schalte am kommenden Mittwoch entscheiden. Dann stehen auch Lockerungen für Kitas, Gast- und Sportstätten sowie den Handel auf der Tagesordnung.

dpa