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Panorama Abiturprüfungen im Corona-Krisenmodus beginnen
Mehr Hessen Panorama Abiturprüfungen im Corona-Krisenmodus beginnen
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06:00 19.03.2020
Abiturienten eines Gymnasiums schreiben die Abiturprüfung. Quelle: Armin Weigel/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Trotz der Coronakrise beginnen heute die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen. Dabei soll unter anderem darauf geachtet werden, dass die Schüler zum Schutz vor Infektionen einen ausreichenden Sicherheitsabstand untereinander einhalten. Die Schulen sind angewiesen, die Prüfungsgruppen so klein wie möglich zu halten, am besten unter zehn Schülern. Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen bis zum 2. April andauern.

Verschoben wurden die Abiturprüfungen an zwei Schulen in Oberursel. Grund ist ein Coronafall. Die Nachschreibetermine würden voraussichtlich nach Ostern stattfinden, teilte der Hochtaunuskreis am Mittwochabend mit.

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Seit Montag findet an den Schulen im Land kein regulärer Unterricht mehr statt. Nur noch Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen werden betreut, gleiches gilt für Kita-Kinder.

Die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Hessen ist mittlerweile auf mehr als 500 gestiegen und es gibt einen ersten Todesfall im Bundesland. In Wiesbaden starb ein 68 Jahre alter Mann an den Folgen der Infektion. Um die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, haben seit Mittwoch zahlreiche Geschäfte in Hessen geschlossen, Lokale dürfen nur noch eingeschränkt öffnen. Auch der Freizeitbereich liegt brach, weil Museen, Kinos, Sport- oder Spielplätze nicht mehr aufgesucht werden können.

Wegen der Schließungen und Einschränkungen in Handel und Gastronomie fürchtet der Hessische Städte- und Gemeindebund auch finanzielle Schieflagen bei den Kommunen. "Dass es bei den Gewerbesteuern Einbrüche geben kann, ist ganz klar", sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke, am Mittwoch. Auch ein Ladensterben in den Innenstädten sei nicht auszuschließen. Es müsse für die Kommunen Geld aus Fördertöpfen fließen.

Nicht alle Geschäfte im Land sind dicht: Von den Schließungen ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelmärkte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Banken, Tankstellen oder auch der Großhandel.

dpa

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