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Panorama A49-Weiterbau: Umweltaktivisten nach Abseilaktion angeklagt
Mehr Hessen Panorama A49-Weiterbau: Umweltaktivisten nach Abseilaktion angeklagt
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12:10 08.04.2021
Justitia-Abbildungen sind an einer Scheibe zu sehen.
Justitia-Abbildungen sind an einer Scheibe zu sehen. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
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Frankfurt/Main

Ein halbes Jahr nach den Abseilaktionen von Umweltaktivisten von Autobahnbrücken wegen des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 sind diese wegen Nötigung angeklagt worden. Wegen der verschiedenen Tatorte im Rhein-Main-Gebiet seien mehrere Gerichte für die Prozesse gegen die rund zehn Angeklagten zuständig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Die Ermittlungsverfahren gegen weitere Umweltaktivisten wegen Beihilfe wurden mangels ausreichenden Tatverdachts eingestellt.

Die Gegner des umstrittenen Weiterbaus der Autobahn 49 in Mittelhessen hatten im vergangenen Herbst mit ihren Aktionen Autofahrer und Polizei in Atem gehalten. Sie seilten sich im Berufsverkehr von Brücken der Autobahnen 3, 5 und 661 ab, es kam zu Vollsperrungen und langen Staus.

Für den Weiterbau der A49 waren Bäume unter anderem im Dannenröder Forst gefallen. Während sich die Autobahnbefürworter weniger Verkehrsbelastung in Dörfern der Region und eine bessere Straßenanbindung erhoffen, sehen Umweltaktivisten das Projekt im Widerspruch zu einer umweltfreundlichen Verkehrswende. Deshalb hatten sie vor allem im Dannenröder Forst Baumhäuser und Barrikaden errichtet, die im vergangenen Herbst schrittweise von der Polizei geräumt wurden.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-125894/2

dpa