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Panorama 12 Städte und Kreise überschreiten höchste Corona-Warnstufe
Mehr Hessen Panorama 12 Städte und Kreise überschreiten höchste Corona-Warnstufe
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16:42 23.10.2020
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Wiesbaden

Knapp die Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen hat am Freitag die höchste Corona-Warnstufe der Landesregierung erreicht. Die Marke von 75 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen (Inzidenz) überschritten 12 der 26 Kommunen, wie aus Zahlen des hessischen Sozialministeriums (00.00 Uhr) hervorgeht. Laut des Eskalationskonzeptes der Landesregierung soll dann der Planungsstab des Sozialministeriums die Steuerung der medizinischen Lage übernehmen.

Fünf Kommunen wiesen laut Sozialministerium eine Inzidenz jenseits der Marke 100 auf: Frankfurt (134,8), Landkreis Groß-Gerau (122,1), Stadt Offenbach (111,8), Landkreis Marburg-Biedenkopf (109,1) und die Stadt Darmstadt (107,6).

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen insgesamt erhöhte sich am Freitag im Vergleich zum Vortag um mindestens 958. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 29 398 Menschen in dem Bundesland positiv getestet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte (Stand 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden, nahm um 7 auf 600 zu.

Allerdings kann die aktuelle Gesamtzahl für Hessen noch höher liegen. Wegen einer technischen Störung am RKI ist es am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. So sind die Stadt Wiesbaden und der Landkreis Gießen am Freitag mit keiner Veränderung bei der Zahl der Neuinfektionen aufgelistet.

Durch einen Ausfall eines Webservers beim RKI am Donnerstagnachmittag seien knapp drei Stunden bis 17.30 Uhr Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI gestört gewesen, teilte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Freitag mit. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten würden am Freitag automatisch im Laufe des Tages mit übermittelt und erschienen dann am Samstag in der Publikation.

Von Kommunen selbst gemeldete Zahlen können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen in Hessen 97 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen (Stand 12.15 Uhr). Das entspreche sechs Prozent der belegten Intensivbetten. 37 davon wurden beatmet.

dpa