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Panorama 87-Jährige gewürgt und beraubt: Neun Jahre Haft
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16:55 27.03.2019
Eine Statue der Justitia. Quelle: Arne Dedert/Archiv
Frankfurt/Main

Das Landgericht Frankfurt hat am Mittwoch einen 58 Jahre alten Mann wegen versuchten Totschlags und schweren Raubs zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde für schuldig befunden, im vergangenen April eine 87 Jahre alte Bekannte in ihrer Wohnung fast zu Tode gewürgt zu haben, dann mit Geld und Wertgegenständen geflüchtet zu sein. Anders als die Staatsanwaltschaft gingen die Richter in ihrem Urteil nicht von versuchtem Mord aus. Der Staatsanwalt hatte zwölf Jahre Haft gefordert. Die 87-Jährige konnte damals im Krankenhaus gerettet werden, nachdem Nachbarn das um Hilfe rufende Opfer Stunden später hörten.

Sowohl Habgier als auch die Verdeckung einer vorausgegangenen Straftat schieden laut Urteil als Mordmerkmal aus. Der Mann, der sich in der Wohnung auskannte, hätte die Geldkassette mit den Banknoten auch ohne Gewalt gegen die stark gehbehinderte Rentnerin stehlen können. Darüber hinaus habe er niemals einen direkten Tötungsvorsatz gefasst, sondern sei erst gewalttätig geworden, als das Opfer aufgewacht sei und sich zur Wehr gesetzt habe, begründeten die Richter.

Vor Gericht hatte der Mann lediglich den Raub gestanden und ihn mit hohen Spielschulden begründet. Weil das Opfer mehr als zwei Stunden lang Todesangst erleiden musste und bis heute unter dem Angriff leidet, gingen die Richter deutlich über das von der Verteidigung geforderte Strafmaß von sechs Jahren Haft hinaus. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung kündigten an, Rechtsmittel beim Bundesgerichtshof prüfen zu lassen.

dpa

Im Prozess um den bezahlten Mord an einem Frankfurter Wettbüro-Besitzer hat der mutmaßliche Auftraggeber für Mitte Mai eine Aussage angekündigt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt den 51-Jährigen nach Absprache mit seinem Rechtsanwalt per Videoschalte vernehmen.

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